2007-01-13

Tag/Day 6.1 auf der/on MSC MUSICA in Alexandria, Egypt

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Da die Kreuzfahrt elf Nächte lang war, wird der Übersichtlichkeit wegen die Wiedergabe des damaligen Reiseberichtes wie ein Blog aufgebaut. Auf die Übertragung der Beiträge anderer Mitglieder im Thread wurde verzichtet.

Der Thread kann jedoch hier eingesehen werden:
http://www.cruisereviews.com/forum/der-rest-der-kreuzfahrtwelt/35814-rollcall-msc-musica-07-18-01-2007-ab-genua.html



13.01.2007:

Kurzes Lebenszeichen.

Derzeit fahren wir bei Windstaerke von 64 km/h, 2 m hohen Wellen auf dem Weg nach Tripolis.

Bericht(e) sind eigentlich fertig. Nur der Getaway auf dem Schiff ist ausgefallen.

Daher ist derzeit eine Uebertragung der Texte und Bilder von meinem Computer nicht moeglich, bis dass es repariert werden.

Es kracht und knarrt an jeder Ecke. Die Stabilisatoren sind voll ausgefahren.

Sobald das Netz aus den Kabinen und im WLAN-Bereich wieder funktionieren melde ich mich.

Wnacken, BigL und ich leben noch. Ob wir das Schiff das Land_Ei und schossels vollstaendig uebergeben, werden wir noch sehen.

Bis dann.

Gruss
HeinBloed


14.01.2007:

Schade, die Hälfte ist bereits um. Wir gehen also dem Ende zu. Ich will eigentlich schossels und Land_Ei MEINE MSC MUSICA nicht übergeben!!! Lieber werden wir vor Genua ANDREA DORIA spielen... So ein schönes Schiff und das soll ich am 18.01.2007 wieder abgeben??? Ich will nicht - ich will darauf bleiben!!! Ich habe eine gute Idee, die euch bestimmt gut fefallen wird: Ihr habe doch so schön geschrieben, dass ich so schreibe, als ob ihr mit dabei seid. Vorschlag: ihr schickt mir euer Budget 2007 auf mein Konto. Ich bleibe auf der MSC MUSICA und berichte täglich und ihr verbringt euren Urlaub zu Hause, damit ihr jeden mitlesen könnt. Das wäre doch ein fantastische Idee, die ich bis zur Marktreife noch entwickeln müsste....


Also kommen wir zunächst zu euren Reaktionen:


Lieber bananenboot,

vielen Dank für die guten Wünsche - wir sprechen uns noch auf der NORWEGIAN GEM bezüglich deines freundlichen Hinweises mit dem Essen. Ich werde für dich eine Kalorientabelle und eine Personenwaage mitbringen, falls wir gemeinsam essen gehen sollten... Du wirst schon sehen, was du davon hast...
Nur für das Protokoll: nicht alles, was ich fotografiere, habe ich auch gegessen..



Liebe schossels und Land_ei,

sind die Tickets schon zu MSC zurück??? Wir müssen bis morgen die Zettel abgeben, in welche Kabinen wir umziehen wollen. Frau Gebrecht von MSC München hilft euch auch dabei (Sie können auch 4. Kabine haben - wir brauchen ja bloß drei...). Mir bitte eure E-Mail-Adressen und Handynummern per PM schicken, damit ich euch die 50 EUR für die Umschreibung der Tickets schicken kann... Ich will hier an Bord bleiben!!! Ihr wollt bestimmt nicht hierher!!! Das wird euch bestimmt nicht gefallen!!! Glaubt mir schon!!! Deutschland ist so schööööön.... Und zu Hause ist es doch am Schönsten - nicht wahr??? Noch gebe ich nicht auf! Stetiger Tropfen höhlt den Stein... Ich habe ja noch ein paar Tage Zeit, um euch zu "überzeugen".

Ansonsten liest Maître Tonino die Fragen mit. Er kam gestern Abend auf mich zu, wenn ihr unbedingt 2 x 4er wollt, ist es auch kein Problem. Ich bin gestern extra nochmals ins Restaurant gegangen: Die 4er-Tische (und 2er-Tische) am Fenster sind vielmals so katzentischmäßig dazwischen gestellt und sind praktisch Lückenfüller zwischen zwei größeren Tischen und oft zwischen den großen Bullaugen verbaut. Eine durchgehende Fensterfront gibt es nur auf Deck 13 in den Büffetrestaurants. Man sitzt zwar fast am Fenster, aber ich sehe es an unserem übernächsten Tisch (= kleiner 4-er Tisch), wie sehr sie sich hineinzwängen müssen, weil der die Lücke zwischen einem 8-er Tisch und einem 6-er Tisch schließt. Weil aber der 6-er Tisch von 7 besetzt wird, sitzen die am 4-er Tisch eingekauert in ihrer Ecke und können immer nur um die Ecke aus dem Bullauge gucken.. Je größer der Tisch, desto mehr Platz habt ihr auch auf dem Tisch.

Außerdem gehört für mich es zu einer Kreuzfahrt dazu, dass man auch neue Gesichter kennenlernt. Der 8-er Tisch ist echt schön! Im vorderen Teil des Restaurants ohne die Geräusche aus der Küche die wir haben und wirklich mit einem tollen Ausblick. Schreibt selbst: wenn ihr unbedingt einen 4-er Tisch wollt, könnt ihr auch einen haben. Maître Tonino macht das schon...



Lieber conniemillie,

leider ist der Roll Call von Mathias K. veraltet und nicht mehr aktualisiert worden. Nur seefrau befindet sich auf der Reise. Er ist defintiv nicht an Bord. Auch ich ziehe einen Roll Call für 2008 für die ALBATROS zurück... Muss manchmal sein.



Liebe reni,

wir hatten Glück in Rhodos. Leider bin ich kein griechischer Wettergott, so dass ich dir kein schönes Wetter garantieren kann. Aber ich war zumindest in Kap Sounion am Poseidon-Tempel um eine Opfergabe dort zu bereiten, damit alle Kreuzfahrer wie wir alle hier im Forum stets eine schöne ruhige See genießen können. Das sollte vielleicht auch schönes Wetter auf Rhodos einschließen. Ein absoluter Traum an unserem Tag. Die Bilder hast du gesehen. Im Moment sind wir auf dem Weg nach Gizeh auf einer schönen privaten Tour. Mehr dazu schreibe ich später, wenn wir auch die Bilder haben. Last not least: wir hatten uns ja mal im Vorfeld in der Wolle gehabt: Da habe ich etwas provokativ geschrieben, was die COSTAranern auf die Palme gebracht habe. Wie du aber anhand meiner Berichterstattung siehst: ich lasse mich auch durch negative Berichte nicht abschrecken auf ein Schiff wie die MSC MUSICA zu sehen und versuche auf konstruktive Art auf gewisse Verbesserungspotentiale aufmerksam zu machen.


Liebe moeve,

natürlich bin ich in Urlaub.Andere liegen am Sonnendeck oder machen alle Animationsprogramme mit. Ich kann mich jedoch in diesen Reiseberichten voll entfalten.Mir macht es aber Spaß zu sehen, ob und wie andere meine Eindrücke mitnehmen, verarbeiten, nutzen oder wie man es auch nennen möchte.Für euch zu schreiben und eure Reaktionen zu sehen, ist meine Art, mich zu erholen.Mach dir mal meinetwegen keine Sorgen. Im Moment konzentriere ich aber auch nur auf meine Kreuzfahrt und die MSC MUSICA. Alles andere interessiert mich im Moment nicht.


Lieber wnacken,

es ist immer wieder eine Freude dir und deinen Freunden auf dem Schiff zu begegnen. Deine Grüße an die Forumsgemeinschaft richte ich gerne aus. Er genießt die Kreuzfahrt und die MSC MUSICA - so wie wir auch!!! Nur der Orangensaft aus dem Spender kommt bei ihm und seinen Freunden auch nicht so gut an. Auch er emphiehlt die Mitnahme von Orangensaft. BigL (aus cruisereview.com) hat das gleiche Problem und jedoch bereits eine Bar auf Deck 13 entdeckt, an dem es frisch-gepressten Orangensaft gibt.


Liebe Trudi,

schön, dass du ein paar Sachen wiederkannt hast... Was machen eigentlich Passagiere, die eine Schmetterlingsfahrt machen???
Morgen werde ich mich auf die Suche nach deiner Lieblings-Kellnerin machen. Bei Seetag. Warte mal ab, bis dass ich zurück bin: Ich brenne dir eine CD mit allen Bildern - versprochen!!! Als Ersatz für den Kaffee, der in Genua ausgefallen ist. Mach mal folgendes: Schick mal deine Bilder in einer Größe von 640 x was auch immer an HeinBloed+fremd@fotki.com - Und dein Wunsch ist mir Befehl. Unter knapp 1000 Crew-Mitgliedern habe ich Rina gefunden. Sie verlässt leider die MSC MUSICA mit uns gemeinsam am kommenden Donnerstag. Auf diese Weise lässt sie dir nochmals einen freundlichen Gruß zukommen:



Ich habe mir erlaubt deine E-Mail-Anschrift weiterzugeben.


Lieber Raoul,

du hast natürlich Recht: DELPHIN VOYAGER. Aber dem Anblick der vielen Kreuzfahrtschiffe, verliert schon sehr schnell wieder den Überblick.


Lieber e-man und lieber Garfield,

hard to say I am sorry - in meinen Augen hat Garfield gewonnen. Wir hatten heute Nacht Winde bis 106 km/h (welche Windstärke, das auch immer sein mag). Der Teppichboden auf den Gängen ist voller Flecken, an denen du merkst, dass etwas gereinigt wurde, die Treppenhäuser hängen voller blauer Tütchen. Wenn du dich versuchst durch das Schiff zu bewegen, musst du in der Lage sein, in allen Richtungen es auszubalancieren. Selbst wenn man liegt oder auf dem Bett sitzt, wird man im Durchschnitt 5 cm in allen Richtungen bewegt. Auch die 2. Show gestern Abend ist wohl abgesagt worden. Die Vorhänge (Fixpunkt: Vorhangsspitze) immer zwischen 30 und 40 cm sich bewegt. Da muss ich mal sagen, dass man als Vergleich die NORWEGIAN PEARL ranziehen muss und da haben wir weitaus weniger bemerkt. Da hat man nur geringfügig in der Kabine oder in den öffentlichen Bereichen gespürt. Aber hier ist im Moment klar im Vorteil, wer ein unteres Deck im Mittelschiffteil bewohnen würde (leider gibt es dort keine Kabinen!). So in der Lobby hat man es nicht so gepürt. Lediglich hier am Wasserbecken vis-à-vis von der Rezeption hörte man durch die Bewegungen an Bord ständig "Meeres"brandungen in dem Pool.



Und in noch einem Punkt muss ich Garfield Recht geben: Meine Hosen passen nach einem Teil der Kreuzfahrt besser als vorher - und ohne, dass ich in das Fitness-Studio gehen musste. Aber das beobachten wir nicht nur bei mir...


Kommen wir nun zum Tag 6 in Alexandria.

Da ich nachts nicht schlafen konnte, habe ich den morgens länger als normal geschlafen. Wir sind daher bereits in Alexandria, als wir auf das Deck kommen, um uns zu orieniteren.



Ich gehe nochmals zurück zur Kabine und sehe, wie eine Kabine gereinigt wird. Meine weißen Handschuhe hätte ich mir sparen können. Sie wischen gerade die Oberkante des aufrechtstehenden Oberbettes. Das sind übrigens unsere zwei Stewards Donaldo und Ortez: immer gut gelaunt, immer freundlich, immer nett und immer offen für ein Stück persönlicher Aufmerksamkeit!!!



Wir lachen gemeinsam über HeinBloed, den sie schlafen gelegt haben. Mal sehen, was sie sich heute ausgedacht haben, wenn wir wiederkommen.

Was mich allerdings stört: Die Klimaanlage wälzt gewisse Gerüche aus den Badezimmern oder von außen in die Kabinen hinein. Es riecht nicht immer gut. Man sollte sich vielleicht mit einem Raumduftspray für die Reise ausstatten.

An Deck oben ist es sehr nass. Hat es wieder doch geregnet. Wir haben nichts mitbekommen...

Aus der Entfernung sehen wir dieses Schiff: Es scheint ein Kreuzfahrtschiff zu sein.



Kennt es jemand von euch?

Beim Frühstücken treffen wir wieder wnacken, mit denen wir uns ein wenig austauschen. Wir beobachten, wie nach und nach die Busse der Ausflügler verschwinden.

Kurz vor zehn gehen wir auch runter. Beim Ausstieg bemerken wir, dass die ägyptische Bank Misr einen Schalter aufgebaut hat. Wir wechseln nichts, was sich allerdings später als fataler Fehler rausstellt. Leute, ihr braucht 0,50 EGP bis 1,00 EGP (ca. 0,07 bis 0,14 EUR), wenn ihr auf die Toiletten wollt. Mit Euro-Münzen können dabei nichts anfangen. Dann fangen sie an mit 1 USD-Noten zu wedeln. 10 EGP-Noten werden nur dann kleingewechselt, wenn ihr darauf besteht. Desweiteren ist es nicht schlecht, ein paar kleine Scheine für die Umgebung rund um die Pyramiden habt. Mehr Infos, wenn es soweit ist. Ich würde durchaus beim nächsten Besuch 50,00 EGP = 7 EUR. Alte "Dalli-Dalli"-Zuseher kennen es noch: Mady Riehl rechnete im Verhältnis 1:7 um und sagte den Zusehern den Betrag in Schilling! Und genauso wird zwischen EUR und EGP umgerechnet.

Unsere Tour haben wir über Memphistour in Kairo bestellt, die wir im Internet gefunden haben. Mohamed Hassan war unser Ansprechpartner und wir haben eigentlich dann für fünf zum Preis von 90,00 EUR/Person für 9 Stunden bestellt. Im Preis inbegriffen ist ein Mittagessen in einem Büffetrestaurant in Kairo. Die Fahrt nach Kairo dauert drei Stunden. Das ist unsere Reiseleiterin Hanaa aus Kairo.


Mit ihr kommt ein Fahrer mit und noch ein Reisebüroangestellter Ahmed, der alles im Hintergrund abwickelt.Hanaa haben wir wegen ihrer Chinesisch-Kentnnisse gebucht und sind sehr zufrrieden. Sie ist sehr nett, freundlich und kompetent. Für uns "witzig": unsere Verwandten lächeln über uns, weil wir Chinesisch mit deutschem Akzent sprechen und ich darf über Hanaa lächeln, weil sie Chinesisch mit arabischem Akzent spricht. Ihr könnt euch beruhigen: Sie haben auch deutschprachige Reiseführer da.



Sie nutzt die Fahrzeit, um uns Ägypten, seine Geschichte, seine Werte usw. näher zu bringen:



Unterwegs halten wir und wir werden mit dem notwendigem Kleingeld für die Toilettenbenutzung besorgt. Gegen 13.00 Uhr kommen wir in Kairo an und wir gehen erst mal essen. So sieht ein Büffet nach ägyptischem Stil aus: ganz ganz tolle Vorspeisen - und die leckersten Brötchen. Sollten wir jetzt HEIDI nachspielen und die Brötchen für den Rest der Reise und die ersten Tage zu Hause sammeln und im Schrank verstecken??? Der warme Teil des Büffets hat für jeden etwas dabei. Nur ließ es sich schlecht fotografieren, weil die Deckel alle halb offen standen. Und dann der Nachtisch-Teil: So schön alles klein, dass man von jedem etwas probieren konnte. Hier wäre es praktisch gewesen ein paar EGP mitzuführen. Die Getränke kosten jeweils wohl um die 10,00 EGP und wir bitten Ahmed für uns auszulegen, damit wir es ihm in EUR zurückgeben können.





Weiter geht es zu den Pyramiden von Gizeh. Es ist wohltuend, dass um die Zeit alle Busse von Bord durch sind. Nur noch ein paar vereinzelte Busse von einem deutschen Reiseveranstalter stehen noch herum. Da nicht alle Lust haben, in eine Grabkammer zu kriechen, trennen sich unsere Wege: Hanaa geht mit den "Grabräubern" zu einer der zugänglichen Pyramiden, während wir einfach ein wenig vor der Pyramide fotografieren wollen.

Nun muss ich an Wurxels Worte denken - als davor gewarnt wurde, was alles so in Ägypten möglich ist.

Wollen wir es mal so zusammenfassen:

Die Pyramiden und Sphinx muss man mal einmal im Leben gesehen haben. Wir hatten jedoch Pech, dass mit Übertritt über die Stadtgrenze, es anfing leicht zu rechnen.



Aber ich kann Wurxel irgendwie verstehen: Nach der Entrichtung eines Eintrittsgeldes will man eigentlich in Ruhe gucken.

Hier sollte man in Ruhe gucken, wo man hintritt. O. K. 5000 Jahre gehen nicht spurlos vorüber und so ist eben das Gelände sehr staubig und uneben. Aber man muss z. T. schon gucken, ob man nicht in Kamelhaufen oder Pferdeäpfel tritt. Alle 25 m wird man angesprochen, ob man sich mit einem Kamel fotografieren lassen möchte und ein "Nein" wird in keiner Sprache akzeptiert. Erstaunlicherweise können diese Leute sogar alles Mögliche in verschiedenen asiatischen Sprachen. Es hilft also nichts. Ich denke Chancen ungeschoren davonzukommen hätten Nordfriesen, Ostsachsen, Allemannen, Niederbayern und Luxemburger. Bei den anderen würden sich die "Akquisiteure" sofort der Sprache anpassen, die man untereinander spricht. Man bekommt die Aufforderung sich gemeinsam fotografieren zu lassen oder ein Geschenk in die Hand gedrückt, für das man dann hinterher Geld will. Deswegen wären jetzt kleine EGP-Scheine äußerst praktisch. Das größte Problem: Diejenigen, die da sind um uns Touristen zu schützen, nutzen diesen Respekt aus, um anzubieten, jemanden gemeinsam zu fotografieren und dann selbst zu kassieren. Mit 0,50 EUR geben die sich nicht zufrieden und fordern nach. Wenn man nicht schnell genug war, gab es die Kameras nicht unbedingt zurück. Zum Glück war es ja nicht meine Kamera... und dazu noch eine historische Sucherkamera, für die man noch Bodybuilding treiben muss, um sie überhaupt anheben zu können... Auch der Polizist hätte wohl Geld zahlen müssen, um sie wieder loszuwerden...

Wer auch in die Grabkammern möchte, sollte sich vorher von sämtlichen Rücken-Lasten (wie Rucksäcke) befreien und zu Hause schon mal versuchen sich ein Haus suchen, das draußen so eine Hundeklappe (Größe Bobtail, Bernhardiner) hat. Beim erfoglreicher Passierung dieser Hundeklappe ist man für die Besichtigung der Grabkammern körperlich qualifiziert.

Kurz: die Besichtigung dieser Weltwunder ist leider mit gewissen Risiken und Nebenwirkungen verbunden, die in keinem Beipackzettel drinstehen... Schade, dass man es auch anders machen kann, sieht man ja beispielsweise an vielen anderen Plätzen. Nach Zahlung des Eintritts habe ich meine Ruhe und davor weiss ich, was mich erwartet.

Durch unseren Privatführer konnten wir Umfang und Tempo selbst bestimmen, so dass wir gegen 15.30 Uhr entschließen, den Kamelhaufen ein Ende zu setzen und auf das Schiff zurückwollen.

Ahmed und Hanaa verabschieden sich von uns in Kairo. Nachträglich muss ich nochmals die Anzahlung von 100,00 EUR, die ich über meine Kreditkarte geleistet habe, nochmals durch eine Pass- und Kreditkartenkopie authorisieren. Den Rest geben wir in bar. In drei Stunden geht es zurück. Alexandria erreichen wir bei Dunkelheit und sehen eine bezaubernde Stadt, die auf uns einen sehr schönen, sauberen und sehr zivilisierten Eindruck macht. Sie ist es bestimmt auch Wert, wiederentdeckt zu werden, wenn wir mit der nächsten Kreuzfahrt mal wiederkommen. Auch die Anlagen vor dem Cruise-Terminal sind toll gepflegt - genau das Gegenteil von Gizeh. Schade, dass man nicht mehr daraus macht. Und wird Alexandria mit folgendem Eindruck sich von uns verabschieden:



Andere Kreuzfahrer haben nur 60 Minuten es in Alexandria ausgehalten, weil wohl zunächst nur der Cruise-Terminal-Bereich schön sein soll. Wenn man über die Brücke ist, die das Cruise-Terminal mit der Stadt verbindet, ist man wohl auch wieder in einer anderen Welt, meinte man zu uns. Die Bereiche entlang der Uferprofmenade, die wir von unserem Klainbus aus gesehen haben, wirkten jedoch sehr europäisch, aber wir saßen ja im Bus und wurden dort nicht durch penetrante Taxi- und Kutschenfahrer verfolgt. Wenn man also die Meinung von Wurxel sich in Erinnerung holt, kann man sich jedoch sehr gut vorstellen, dass man ziemlich genervt wieder schnell an Bord will und eigentlich auf das Land keine Lust mehr hat. Wer also in Vorbereitung auf die Reise sich Ian Fleming's JAMES BOND 007 DER SPION, DER MICH LIEBTE (mit Roger Moore und Barbara Bach) anguckt, wird nicht dieses "saubere" Ägypten erleben.

Wir kommen gegen 19.00 Uhr wieder zurück. Die Tischzeiten und der Showbeginn (Klassik) ist unverändert. Zusätzlich ist ein Teil des Büffetrestaurants geöffnet, die die Tischzeiten aufgrund ihrer Ausflüge und der späten Auslaufzeit um 23.00 Uhr nicht aufsuchen können. Hier finde ich es schade, dass man abends sich gegenüber mittags kaum steigert. Leidiglich der Kuchen fällt beim Dessertbüffet auf.



Viarel bitte ich wieder um eine Menükarte und obwohl ich um 19.00 Uhr erst komme, bietet er mir an, ob ich nicht bei ihm essen will und ist schon fast enttäuscht, dass wir heute Abend nicht seine Gäste sind. Es lässt mich erst gehen, als ich ihm verspreche, dass wir morgen Abend wieder zum Essen kommen.

In der Kabine haben Donaldo und Ortez HeinBloed wieder schlafen gelegt. Sie sind der Meinung auf dem Bauch schläft es sich besser...



Unsere Socken sind aus der Wäscherei zurück. Was habt ihr im Netz geschrieben? Die Wäscherei ist immer in der Hand der Chinesen. In der Tat. Mit R und L gibt es Probleme. Ein Teil der Socken ist mit L und R gekennzeichnet. Ein Chinese muss wohl erklärt haben, dass "ELL" und "ELL" (L und R) zusammengelegt werden müssen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Bild:



Wir reservieren daher im Giordano und sind auf das Angenehmste überrascht! Damit wir uns zu 5 es nicht zu eng haben, möchte man uns lieber an zwei Tischen platzieren, die nebeneinander gestellt werden, aber direkt am Fenster sind. Wir haben daher einen direkten Blick auf das nächtlich erleuchtete Alexandria.



Fangen wir mit dem Erfreulichen an:

Das Essen ist spitzenmäßig und endlich wird das Auge satt.

Für eine Zuzahlung von 18,00 EUR erhalte ich einen Gegenwert von gut 60,00 EUR, die ich in Frankfurt für ein vergleichbares Menü zahlen müsste.
Casablanca auf der Westroute und Civitavecchia bzw. Alexandria mit den extrem späten Auslaufzeiten eignen sich besonders für diese Zuzahlabende, weil man so den Tag länger in der Stadt verbringen kann und man evtl. seine Tischzeit nicht einhalten kann. Ich kann es nur unterstreichen: Wer es nicht mindestens einmal nutzt, ist es selbst Schuld - Ihr verpasst wirklich etwas!!!.

1. Gang Vorspeise

Option 1: Entenleber "Foie gras" an Feigenkonfitüre mit Ingwer,
mit Rosinenbrötchen serviert
Option 3: Rührei mit Lachsrogen, Lauch-Sauerrahm und Spargelspitzen
hatte niemand am Tisch

Option 2: Komposition aus Kammmuscheln, mit Safran marinierter Schwertfisch, geräucherter Entenbrust und "Lardo d'Arnad"
Schon das Auge ist danach für die nächsten fünf Tage satt - Warum nicht auch im Orleando oder Maxim's.



Tagesoption: Carpaccio aus Rindsfilet an Taboulé mit Gemüse
Es war sehr lecker - aber hatte eigentlich mit einem Carpaccio aus rohem Rindfleisch, wie man es erwartet nichts zu tun.
Ausgerechnet am Vortag gab es am Mittagsbüffet Roastbeef und das was man erhielt erinnerte schon daran.
Ich möchte aber nicht ausschließen, dass sie gedacht haben, dass wir als Asiaten möglicherweise kein rohes Fleisch (normalerweise) mögen und deswegen vielleicht kurz angebraten. Gegen diese Theorie spricht allerdings die Dicke der Scheiben: eben nicht hauchdünn, so dass man die Zeitung durchlesen kann. Kein Parmesan.
Nochmals sehr lecker: vielleicht sollte man einfach die Beschreibung ändern, damit man nicht in die Irre geführt wird!



2. Gang Suppe

Option 1: Überbackene Zwiebelsuppe
hatte niemand am Tisch
BigL und seine Frau Judy hatten es wohl an ihrem Abend getestet und mir liegen deren Begeisterung noch im Ohr

Option 2: Creme aus weißen Bohnen mit warmen Miesmuscheln und Scampis
Schade, dass ich meinen Henkelmann nicht mithabe!!! Diese Suppe würde ich Tag und Nacht essen!!!



Option 3: Kalte Gurkensuppe mit Minze
hatte niemand am Tisch

3. Gang Salat

Schon alleine wegen der Show: keinesfalls mit Dressing, sondern mit Essig und Öl bestellen - und Videokamera bereithalten!!!





4. Gang Pasta & Risotto

Option 1: "Vermicelli" aus Gragnano Fadennudeln mit frischen Venusmuscheln und Pachino-Tomaten
Soll sehr lecker gewesen sein und dieses Mal echte frische Venusmuscheln, aber irgendwie so ähnlich wie beim Carpaccio: schon wieder falsch beschrieben, da es wohl nicht der sonst üblichen Zusammenstellung anderer Restaurants entspricht.



Option 2: Ravioli mit Kürbis-Amaretti-Füllung mit zerlassener Butter, Parmesan und gebratenem Salbei
Tagesoption: Risotto mit Morcheln, Kürbis und Robiolo di Roccavaerano (Was ist bitte letzteres???)
hatte niemand am Tisch

5. Gang Hauptspeise

Option 1: Seeteufel-Medaillons vom Grill an leichter Zitrussauce.
An e-man: Deine Frau hättest du nie wieder aus diesem Restaurant herausbekommen!!!
Lediglich mit diesem schwarzen Haufen kann man als Asiate, der weißen Reis gewohnt ist, nichts anfangen...



Option 2: Rindsfilet auf knusprigem Kartoffelauflauf mit karamellisierten Äpfeln und Reduktion aus Balsamico-Essig aus Modena
Hier kommen alle Fleischfans voll auf ihre Kosten - und hierauf die Zuzahlung von 18,00 EUR umgerechnet sind praktisch alle anderen Gänge frei!!!



Option 3: Karree vom Lamm mit Pistazienkruste an Senfkornsauce
hatte niemand am Tisch
BigL und seine Frau Judy hatten es wohl an ihrem Abend getestet und mir liegen deren Begeisterung noch im Ohr...

Tagesoption: Entenbrust an Aprikosen-Chutney mit Ingwer und Rakisauce
Da hätte ich mir noch eine Sättigungsbeilage gewünscht und ein paar Scheibchen mehr Ente, weil es recht klein im Vergleich zu den anderen Essen ausfiel. Hatte jedoch den Vorteil, dass ich ohne schlechstes Gewissen noch einen Nachtisch bestellen konnte. Richtig lecker!!!



6. Gang Dessert

Option 1: Halbgefroneres aus weißer Schokoladeauf Pistaziensauce
Option 3: Schwarzwälder Kirschtorte
Option 5: "Coppa Golosa" (Sahne-, Nougat- und Pistazieneis, Schlagsahne, Schokoladensauce mit gerösteten Mandeln und Pistazien)
Tagesoption: Süßspeise aus Filoteig nach türkischer Art
hatte niemand am Tisch

Option 2: Crème Brûlée mit Himbeeren
soll sehr lecker gewesen sein, jedoch gab es Probleme mit der Konsistenz (zu hart)
Übrigens eine halbe Erdbeere wurde als Garnitur gesichtet... Es gibt also noch mehr Früchte an Bord.



Option 4: "Coppa Meringata" (Straciatella-, Vanille- und Schokoladeneis, zerkrümeltes Baiser, Schlagsahne und Schokoladensauce
Wie macht Bio immer in seiner Kochsendung: Hmmmmmmm.....



Option 6: "Coppa Caraibica" (Kokoseis, Ananas- und Passionsfruchtsorbet, Curacao und Kokosraspeln)
Habe ich vergessen zu erfragen... nur konnte ich jemand mit Mühe davon abhalten, wie zu Hause die Joghurtbecher sauber auszulecken...



Leute - ihr seid im Urlaub, wenn ihr an Bord seid - Verwöhnt eure Augen und Gaumen... Es lohnt sich...

Kommen wir zu dem etwas weniger erfreulichem, für das aber größtenteils das Personal nichts kann:

Hier wurde im Forum ja schon über die 4* von Douggi, und die selbsteingeschätzen 4*+ diskutiert. Nach dem Essen würde ich sogar 5* in Betracht ziehen.
Ich kann allerdings das Management sich selbst einen halben Stern abgezogen hat.

Es gab durchaus tolle Ansätze für den letzten halben Stern:

Neben der Show den Salat zu ZELEBRIEREN, gab es einen tollen

Nachwürzservice



Auch wurde Brot ständig nachgereicht und zwar nach eigenen Wünschen und das mehrfach zwischen den Gängen. In den Hauptrestaurant bekommt man es in der Regel vorgelegt und nur auf Anfrage noch mehr.



Ein Teller für die Muschelschalen wurde mitgereicht.

Kommen wir jetzt zu den Gründen, weswegen man sich vielleicht doch nicht den halben Stern bis zu 5* selbst vergibt.

Es gab keinen Teller für Scampischalen, die man ja aus der Suppe fischen musste.
Und dem Maître vor Ort habe ich auf gewisse Details in einem persönlichen kurzen Gespräch erläutert, die den Serviceablauf betreffen und die ich an dieser Stelle nicht näher erläutern möchte. Was allerdings schade ist, das betrifft das gesamte Schiff und nicht nur das Il Giardino. Gewisse Standards müssen vor Arbeitsantritt eigentlich vorhanden sein und da können die wenigen Maîtres auch nur noch begrenzt "Schadensbegrenzung" betreiben. Schade!!!

Leider haben die schönsten Plätze im Heck des Schiffes den Nachteil, dass sie direkt an den Ausgängen zu den Außentreppenhäusern im Freien führen, die von Deck 13 nach unten die Decks mit einander verbinden.

Einige Gäste, die eigentlich nur zum Pooldeck oder zum Büffetrestaurant wollen, nutzen das Il Giardino als Transitstrecke, was nervt. Hier täten bestimmt ein paar Schilder gut, dass die Gäste gebeten werden über Deck 12 zu gehen.

Das Problem tritt noch verstärkt auf, weil es eine Schleuse gibt. Wenn es draußen also kalt und windig ist, sitzt man bei jeder Öffnung der Türe im Durchzug und das Essen wird kalt. Hier sollte man schleunigst eine Schleusenlösung noch finden. Insbesondere, weil wie in Italien mitlerweile in allen Restaurants üblich, während des Essens das Restaurant man rauchfrei sitzt und für eine Zigarette ständig rein und rausläuft und so jedes Mal die Tür zum Deck geöffnet wird.

Auch wenn keine kleine Kinder im Rahmen italieniescher Großfamilien an Bord waren, kann ich trotzdem nachvollziehen, was man wohl mitmacht. Am Nachbartisch sind drei Damen zum Essen verabredet. Während zwei nur essen wollen, quatscht die dritte sie zu. In den Ohren scheppert es schon langsam. Dann klingelt ein Handy und am Tisch wird gepflegt noch nebenbei telefoniert. Ich fände es dann gut, wenn wie in allen guten Restaurants, man eben nicht telefoniert, sondern sich irgendwo diskret zurückzieht. Da hier jedoch unterschiedliche Nationen aufeinander treffen, wäre vielleicht ein kleines Schild hilfreich, in dem darauf hinweist, dass zumindest während der Essenszeiten im Il Giardino das Telefonieren unerwünscht sei.

Ich finde es unglücklich, dass die nächsten öffentlichen Toiletten sich auf Deck 14 befinden. Und dort im Herrenbereich nur zwei Kabinen vorhanden sind. Für das Il Giordano mag es reichen, aber wenn mittags alles voll ist, finde ich es zu klein dimensioniert.

Ein generelles Problem sind die Fahrstühle. In unserem Fahrstuhltrakt funktioniert zum Glück seit kurzem wieder der 4. Fahrstuhl. Die Fahrstühle werden in 2-er Gruppen gesteuert. D. h. die linken zwei werden abgefordert und die rechten zwei. Dadurch passiert es jedoch, dass immer unnötig die Fahrstühle halten, obwohl man bereits weg ist. Eine typische Eigenschaft ist jedoch, dass man immer auf beide Knöpfe drückt, wenn man nur in einer Richtung will, mit dem Erfolg, dass nicht nur in der gleichen Richtung unnötig gehalten wird, sondern auch in Gegenrichtung. Eine einfache Kapazitätssteigerung wäre daher mit sehr einfachen Mitteln möglich. Auch wären kleine Schilder, die dazu auffordern, dass man nur in Fahrtrichtung drücken soll, sinnvoll. Total intellegent ist die Waage in den Fahrstühlen. Wenn das Gewicht erreicht wird, werden nur noch die Etagen angesteuert, die im Fahrstuhl gedrückt wurden. Interessant ist jedoch die Reaktion von Leuten, die einsteigen und bei denen dann die Höchstlast erreicht wird. Z. T. sehen ja Leute nicht ein, dass sie wieder aussteigen sollen, damit der Fahrstuhl weiterfährt und versuchen andere mit unverschämten Bemerkungen rauszutreiben. In den Fahrstühlen erlebt man die tollsten Shows. Am besten eine Webcam aufstellen und live in die Kabinen über das Bordfernsehen übertragen. Besser als die TRUEMAN-SHOW im Kino! Doku-Soap live on board.

So weit zu den kritischen Punkten, die man vielleicht bei den MSC-Neubauten berücksichtigen sollte.

Die schlechte Auslastung der hervorragenden Leistungen der Zuzahl-Restaurants liegt daher, dass sie an Bord weit unter Wert verkauft werden!

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Der Texter für die Tagesprogramme sollte sich wirklich andere Texte überlegen und diese bebildern!!! Kein Wunder, dass von den anderen kaum Gäste wahrgenommen worden, die die Zuzahlrestaurants nutzen!!!

Und was wurde im Hauptrestaurant verpasst:

Apulien als Thema

1. Gang Vorspeisen
Option 1: Miesmuscheln mit pikanter Tomatensauce
Option 2: Rindfleischsalat mit Zwiebeln, Paprika und Mais
Option 3: Kleine Gemüsepfannkuchen mit Linsen-Curry-Sauce

2. Gang Salat
Salatherzen mit kalter Gemüse-Ratatouille mit milder Paprikasauce

3. Gang Suppe
Option 1: Klare Fischsuppe mit Schwertfischwürfeln
Option 2: Perlgraupensuppe mit Gemüse

4. Gang Pasta & Risottogerichte
Option 1: Orecchiette mit Brokkoli
Option 2: Risotto mit Moschuskraken und frischen Tomaten

5. Gang Hauptgerichte
Beilagen: Kartoffeln im "Jacket", Butterbohnen und Glasierte Zwiebelchen
Option 1: Goldmakrelenfilet vom Grill mit Fischfond
Option 2: Lammkarrée im Ofen gebacken mit feinen Kräutern
Option 3: Rinderschmorbraten in Weißwein, Gemüsestifte und Schinkenspeck
Option 4: Panierte und frittierte Zucchini und Auberginen auf Tomatensauce

6. Gang Dessert
keine Ahnung - da ich ja nicht so der Freund der Desserts allgemein bin, interessiert mich eher, was man im herzhaften Teil verpasst hat. Eine Dessertkarte habe ich daher nicht angefragt.

Leider können wir gleichzeitig alle Aktivitäten mitmachen. Da wir das Auslaufen aus Alexandria beobachten wollen,



konnten wir nicht gleichzeitig zum Klassikkonzert der 2. Sitzung. Schade: Ich habe kurz durch die Glastür geguckt: Wieder mal ein sehr hübscher Anblick für das Auge und wieder eine sehr schöne Zusammenstellung bekannter Klassik-Hits. Gibt es eigentlich nicht wie bei ARD oder ZDF ein Vormittagsprogramm mit Wiederholungen vom Vortag???

Nach der Hälfte meiner Kreuzfahrt möchte ich für mich eine Zwischenbilanz ziehen:

Die MSC MUSICA ist ein tolles Schiff - gewisse Schwächen, die hier und durch andere Forumsteilnehmer beschrieben werden, können sicherlich noch in die Planungen der MSC ORCHESTRA, MSC POESIA und MSC FANTASIA einfließen, so dass dort auch ein noch schöneres Schiff entsteht, als dass es die MSC MUSICA schon jetzt ist.

Ich PERSÖNLICH lege Wert darauf, dass ich während meiner Reise es mit freundlichem, hilfsbereitem Personal zu tun habe. Und ich kann für mich im Moment das Fazit für meine Fahrt bringen: 99,5% des Personals übertrifft meine PERSÖNLICHEN Erwartungen. Daß der eine oder andere nicht immer als Erster grüßt bzw. zurückgrüßt oder mürrisch darblickt, gibt es wohl immer.

Insbesondere möchte ich eine Position dabei hervorheben, die sich im Rahmen verschiedener Reisebeschreibungen eingeprägt hat: "Hochnäsige" italienische Maître, wie sie bei anderen Schiffen in anderen Threads beschrieben werden, kann ich auf der MSC MUSICA nicht feststellen. Maître Tonino versucht hier die Quadratur des Kreises und es jedem Gast Recht zu machen und steht jedem für Fragen und Anregungen bereit. Das habe ich persönlich auf der LILI MARLEEN anders erlebt. Der Maître de Hotel war Österreicher (Sorry, Wurxel, reni, karo + Co...), und er saß immer so hochherrschaftlich hinter seinem Schreibtisch im Büro mit offener Tür, dass er immer wirkte, als ob er nicht gestört und angesprochen werden möchte. Und ich kann mich auch nicht erinnern, dass er mit der gleichen Herzlichkeit überhaupt einen Gast im Restaurant begrüßt hat, wie Maître Tonino hier auf der MSC MUSICA es praktiziert (übrigens: MSC RHAPSODY-Freunde kennen ihn vielleicht auch von daher und wissen von wem ich spreche!). Ich sehe Maître Tonino erstaunlicherweise min. 2-3 Mal am Tag und immer habe ich den Eindruck: überall gleichzeitig. Damals auf der LILI MARLEEN habe ich im Restaurant Oliver als Restaurantleiter immer wahrgenomme, den Hotelleiter (für mich gleich Maître d'Hotel) nur als Captain's Dinner war und er nur für diesen Tisch wohl zuständig war. Ich kann nur sagen: wenn ihr etwas auf dem Herzen habt: sprecht Maître Tonino an.



Im Rahmen seiner Möglichkeiten wird er für euch alles tun, was möglich ist.

Hohes Verbesserungspotential gibt es im Restaurantbereich wie beschrieben: 1. die Präsentation der Speisen, weil einfach kein Urlaubsgefühl aufkommt und 2. der Serviceablauf. Das geht wirklich auch besser! Und das ohne, dass es einen Cent mehr kostet!!! Da bin ich mir aber sicher, dass alles was hier und in den anderen Threads beschrieben wurde, von MSC aufgesaugt wird und im Rahmen der Möglichkeiten umgesetzt werden. Zwischen der Reise von Garfield und mir liegen wenige Wochen und ich habe davon profitiert, weil er schon auf Missstände aufmerksam gemacht hat, die heute z. T. schon beseitigt sind. Deswegen auch ausdrücklich die Auffordung an die, die noch an Bord gehen: Schreibt weiter, damit andere noch ein perfektere MSC MUSICA erleben.

Wir haben das Glück, dass wir ein einmaliges Preis-Leistungs-Verhältnis hier erlebt haben und wir wären auch bereit mehr für die MSC MUSICA zu bezahlen. Insbesondere dann, wenn wir hoffentlich künftig wissen, dass es noch weitere Verbesserungen gibt. Ganz ehrlich: Der Original-Katalogpreis wäre 1.720 EUR (= 156,36 EUR) bzw. Frühbucherpreis lt. 1.320 EUR (= 120,00 EUR) für uns total unangemessen bzw. leicht überhöht gewesen. Da kann ich verstehen, dass man sehr enttäuscht ist, wenn man nicht mehr bekommt, als das was angeboten wird. Für Familien ist es jedoch total toll, dass eben zwei Kinder unter 17 umsonst mitfahren und lediglich 80,00 EUR für die Hafengebühren usw. zahlen. D. h. Die Quersubvention findet zwischen Singles (80% sind total überzogen!), Kinderlosen und eben Familien statt. Insbesondere in den heißen Sommermonaten, wenn ganz Italien, Spanien und Frankreich Schulferien haben und das Schiff voller Familien ist, werden sich gerade bei den "Normal"preisen zur Hochsaison deutsche und britische kinderlose und Singles besonders unwohl fühlen und das Gefühl haben, dass sie über den Tisch gezogen wurden.

Zu den Komponenten Unterhaltung und Unterkunft brauche ich nichts mehr hinzuzufügen: Das stimmt für mich soweit!!!

Gewisse Preise an Bord sind überzogen, wenn man sie mit den Preisen an Land vergleicht! Aber ich kenne es von den anderen Schiffen nicht anders. Man beachte immer: Bei den Getränken gibt es keine 15% Servicecharges und man wird keinesfalls schlechter bedient, wenn man nicht zusätzlich Trinkgeld gibt. Bei besonders netten Kellner finde ich ein entsprechende Honorierung durchaus angemessen.

Ich habe mit dem Zahlmeister gesprochen, um evtl. die Trinkgelder zurückzubuchen. Mir wurde der Schlüssel erklärt:

Von den 6,00 EUR sind jeweils 2,00 EUR für die Bereiche Housekeeping, Restaurant und sonstiger Hotelbetrieb vorgesehen. Als ich mich dann äußere, dass ich mit diesem Schlüssel leben kann und ggfls. lieber noch etwas in bar darauflege, werde ich hingewiesen, dass sie sich über mein Lob äußern und ich es auf diese Art und Weise zum Ausdruck bringen will, aber man es ausdrücklich nicht erwartet. Ich spreche sie auf das Personal in der Bar an und werde nochmals hingewiesen, dass man diesen Service für selbstverständlich hält und man deswegen auch kein Tip-Feld in der Abrechnung hat. Es bleibt einem selbst überlassen, bei besonders guten Leistungen eben selbst nochmals daraufzulegen.

Die Ausflüge werden von Vollprofis organisiert und durchgeführt - dementsprechend kostet es eben mehr als ein reiner Transfer zu den Besichtigungspunkten.

Wer daher nicht überzogenen Erwartungen auf der MSC MUSICA eine Reise bucht, wird sicherlich, so wie wir (inkl. wnacken und BigL aus cruisecritic.com) nicht enttäuscht sein - sondern im Gegenteil: auf das Angenehmste überrascht!!! Wer also noch irgendwo ein schönes Angebot für die MSC MUSICA findet und noch unentschlossen ist, was ihn erwartet - kritisch mal prüfen und auf keinen Fall schon aussortieren, sondern selbst erleben!!!

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