2007-01-16

Tag/Day 9.1 auf der/on MSC MUSICA in Tripolis, Libya

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Da die Kreuzfahrt elf Nächte lang war, wird der Übersichtlichkeit wegen die Wiedergabe des damaligen Reiseberichtes wie ein Blog aufgebaut. Auf die Übertragung der Beiträge anderer Mitglieder im Thread wurde verzichtet.

Der Thread kann jedoch hier eingesehen werden:
http://www.cruisereviews.com/forum/der-rest-der-kreuzfahrtwelt/35814-rollcall-msc-musica-07-18-01-2007-ab-genua.html


16.01.2007:
Wunschgemäß wurden die Tage getrennt...


Hallo zusammen,

es geht hier nicht um "klassische" Reiseberichte, sondern um Geschichten. Diejenigen, die "klassische Reiseberichte" suchen, gucken am Besten bei http://www.schiffskritik.de - Dort werdet ihr mich wiederum nichts von mir finden: HeinBloed-freie-Zone.

Auch werdet ihr bei der COSTA CLASSICA und JEWEL OF THE SEAS nichts oder wenig lesen: Die Schiffe werden ja auch nicht ständig nach unten gezogen.

Bei der MSC MUSICA war wieder die gleiche Situation, wie bei der LILI MARLEEN: Lasse ich die Reiserücktrittsversicherung einspringen oder nicht... und vielleicht bin ich nicht der einzige, der so dachte. Die Geschichten sind dafür da, dass man eben der MSC MUSICA eine Chance gibt. Sie und die Crew an Bord haben es verdient!

Nun zu den letzten Anmerkungen von euch:

@Saracen: Eine Auslaufmelodie gibt es nicht. Ich habe mir sagen lassen, dass es eigentlich typisch deutsch sei.

@Land_Ei: In unserer Kabine sind 10 Kleiderbügel (breiter - nicht die dünnen Drahtdinger aus der Reinigung - alle auch für Hosen geeignet) und zwei Bügel für Hosen bzw. Röcke. Ich bin mir sicher, dass euer Kabinensteward euch auch behilflich sein wird, wenn ihr mehr braucht.

@shiplover2002: Guck dir die Bilder an. Ansonsten warte einfach bis zur COSTA CLASSICA.

@Uwe: Wir haben bereits nach drei Tagen in unserer Innenkabine unser Reisebüro verständigt, dass wir ein Außenkabine für unsere QUEEN VICTORIA-Reise wollen. Für längere Fahrten werden wir dieses wohl künftig so machen. Für die gebuchten 2-3-Nächte Fahrten macht es keinen Sinn. Auch Douglas Ward bestätigt uns nochmals: Für unsere TA wird kaum eine Balkon-Kabine benötigt, da wir sie kaum nutzen können!

@Martina_Hausburg: Ein bisschen Seegang gehört zu einer Kreuzfahrt dazu. Auch du wirst es überleben. Es war wirklich nur eine Nacht. Ansonsten wir zahlen die 50 EUR für die Umschreibung der Tickets auf unsere Namen!!! Mach dir deswegen keine Sorgen!!! Die Kabinen bleiben nicht ungenutzt!!!

Kommen wir zum Tag 9

Es muss nach zwei schönen Seetagen wieder früh aufgestanden werden. Schade: warum legt man eigentlich das späte Highlight Galleybüffet auf einen Abend, wenn alle am nächsten Morgen für die Ausflüge wieder früh aufstehen müssen? Kann man solche Highlights nicht auf Tage legen, wenn keiner früh aufstehen muss, weil beispielsweise ein Hafen erst spät angelaufen wird???



Ich denke mir, dass alles voll im Büffet-Restaurant voll ist, also nutze ich mal den Kabinenservice:



Über den Umweg der Crystal-Lounge mit verbilligtem Wasserkauf ging es zum Bus. Es war ein "Lumpensammler", den 14 Deutsche sich mit 24 Franzosen teilen mussten. Erste Irritation gibt es beim Einsteigen: Eine niederländische Tour haben wir nicht gebucht:



Aber davon später mehr.

Die Fahrt dauert ca. 1 1/2 Stunden. Leptis Magna liegt ca. 120 km von Tripolis entfernt. Die Stadt erinnert an Berlin, Hauptstadt der DDR und Prag vor der Wende. Breite Straßen. Kaum Verkehr. Die Trabbi- und Wartburg-Ära haben sie anscheinend übersprungen. Es fahren dicke Autos, selbst die Polizei fährt so vor:



Die Häuser sind halt typisch nordafrikanisch: viele Rundbögen, wie man es sich es von den Fernsehbildern her vorstellt. Es fallen die vielen Sat-Schüsseln und die Klimageräte auf. Dezente Lichtreklame. Wenn für Marken, dann dezent für PEPSI (wobei bei light es COCA-COLA light gibt!), NOKIA, Vodafone, aber wirklich nur dezent.



Wir kommen an bunten Gemüsemärkten vorbei. Es ist wie bei Asterix im Avernerland. Ein Gemüsehändler folgt dem nächsten. Und die Präsentation: noch appetitlicher, fruchtiger und bunter als in der Feinschmeckeretage des KaDeWes Berlin. Zwischendurch immer mal so ein Kanal oder so was, wo sich Unrat und alles mögliche befindet. Ghaddafi lächelt mit einer "37" (Beginn der Revolution) von vielen Plakaten. Er stört aber nicht! Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. In einem Ölland ist es schon erstaunlich, dass man geschlossene Tankstellen findet. Die wenigen die aufhaben, haben eine kleine Schlange von vier oder fünf Autos. Auffällig viele Corporate-Identity-Farben kennen wir von zu Hause. So eine grüne Tanksäule mit gelber Schrift spricht doch für BP. Nur kein BP-Zeichen weit und breit zu sehen.

Wir kommen endlich an. Auf dem Parkplatz sind schon wieder Touristenpolizisten. Aufgrund der Erfahrung in Kairo werde ich misstrauisch - aber niemand spricht uns an, ob wir Geld wechseln wollen.

Alle Läden mit typischen Souvenirs machen einen gepflegten Eindruck. Uns wird extra erklärt, dass wir mit EUR bezahlen können und auch das Wechselgeld in EUR erhalten. Für eine Dose COCA-COLA light zahle ich 1 EUR.

Die Toiletten sind leider nicht der Hit. Man steht zwischen dem Muss zu Trinken und dem Muss zu gehen. Dort sieht es so aus:





Leider funktioniert die Toilettenspülung nicht. Aus einer anderen Kabine erklingen Hilferufe in Deutsch: Die Kabine ließ sich nicht mehr von innen öffnen und ich befreie einen Mitreisenden.

In ein paar Kabinen sind allerdings auch diese Stehtoiletten eingebaut. Wenigstens kann man sich die Händewaschen.

Mit dem Betreten der Freilichtanlage betreten wir eine andere Welt - Warum kann es in Kairo nicht genauso sein?



Dieses Bild ist für Susi und luigi: Nein - es ist nicht an der Nibelungenstraße (B47) im Odenwald aufgenommen - obwohl man es hier glauben darf.

Wir erleben folgende Anlage:







Mittags versammeln wir uns im Amphitheater um beim Picknick eine Folklore-Darbietung uns anzusehen.



Zunächst frage ich mich, warum muss sie ausgerechnet mitten auf der Bühne auf ihren Mann warten, wenn die Vorstellung beginnt. Sie tanzt mit, als sie aufgefordert wird. Später freue ich mich, dass sie da war, denn sie wird von den Frauen die einzige sein, die mitgetanzt hat.



Die Truppe zieht durch die Reihen und nachdem die Frauen jede Menge Körbe von Frauen bekommen, die nicht mittanzen wollten, steuern sie auf einen aus unserem Bus zu. Er macht mit:







Schön denke ich und fotografiere es, weil er es selbst ja nicht konnte. Die Bilder bekommt er auf jeden Fall als E-Mail von mir. Seine Anschrift habe ich bereits.

Die Gruppe verabschiedet sich unter Applaus - und wo wohltuend. Es kommt niemand mit einem Körbchen, der für die Gruppe einen Spende will und wir müssen keine CD kaufen oder etwas. Ägypten: es geht also auch anders!!! Ein junger Mann stellt sich neben die Bühne mit großen schwarzen Säcken und signalisiert, dass man die Papiertüten zu ihm bringen möge. Und die gesamte Anlage: fast wie vom Boden geschlckt. Nur Kleintiere, die ihre Haufen lassen: keine Kamele und keine Pferde...

Nach einem Museumsbesuch geht es mit dem Bus ein Stück weiter.

In dem Museum dominieren zwei: Ghadaffi und unsere spaßigen Animateure...Hier einer davon mit Ghaddafi:



Wir besichtigen ein weiteres Amphitheater. Ist die Lage nicht traumhaft???





Danke spi - für den Tipp!!!

Wir fahren zurück - der halbe Bus schläft. Kurz vor Tripolis teilen uns die Fremdenführer mit, dass man noch etwas Zeit hätte, bevor das Schiff ausläuft durch Innenstadt von Tripolis zu fahren. Ich habe es leider nur vom Bus gesehen, aber wnacken war mitten drin. Er wird euch selbst erzählen, was es für eine faszinierernde Stadt ist. Für diejenigen, die wie wnacken es selbst erleben wollen: Ein Visum für die Stadt Tripoli gibt es an Bord. MSC bietet einen kostenlosen Shuttle-Bus zum Stadttor an. Der letzte Bus fährt eine Stunde vor dem Auslauf zurück.

Leider halten wir nicht, als wir die MSC MUSICA von dieser Seite sehen: Ist sie nicht wunder-wunder-schön???



Inhaltlich hat sich der Ausflug auf jeden Fall gelohnt.

Zurück an Bord ist noch alles nicht so wie es war:

Alle Bars wurden nicht nur verschlossen, sondern auch die Flaschen weggeräumt:



Man hat doch sicherheitshalber die Griffe zum Zapfen entfernt:



Nur die Gute im Kasino hat man wohl vergessen:




Wir sind jetzt zurück vom Ausflug und müssen mal folgendes Fazit zu den Auflügen an Bord ziehen:

Leider hatten wir den Eindruck, dass die Zufriedenheit der Gäste nicht unbedingt im Vordergrund der Ausflugsbüros steht:

Der Ausflug zum Kap Sounion war in Ordnung und das Geld Wert.

Beim heutigen kommen mir doch Zweifel, ob nicht schamlos eine gewisse Monopolstellung ausgenutzt wurde, weil es ja auch Visumsfrage war, ob man zum Leptis Magna kommt oder nicht. Denn ohne Gruppenvisum keine ist Besichtigung möglich.

Unser Bus bestand aus 14 Deutschen und 24 Franzosen. Die Deutschen wurden also im Bus auf eine Attraktion hingewiesen, die NOCH nicht zu sehen war, und die Franzosen auf eine Attraktion hingewiesen, die nicht MEHR zu sehen war. Bei einem Fahranteil von ca. 3 - 3,5 Stunden. Mit der Folge, dass die deutschen gemeutert haben, wenn zu lange hinterhereinander Französisch gesprochen wurde oder umgekehrt.

Wir hatten ja eine Innenkabine, andere eine Außenkabine, wieder andere Außenkabinen mit eingeschränkter Sicht und andere Balkonkabinen. So hatten wir Glück: Wir kriegten im Bus ein kostenloses Upgrade und durften uns über einen Bus mit eingeschränkter Sicht freuen. Die Vorhänge waren einfach so zahlreich, dass viele die Fahrt nicht genießen konnten.



Noch ärgerlicher war jedoch die schlechte Akustik im Bus. Man hat so gut, wie von den Ansagen etwas verstanden. Weder in Französisch noch auf Deutsch!

Wie man hier sieht, war die Klimaanlage bzw. die Lüftung abgeklebt worden, so dass nur die Lüfttungsdüsen blieben, so dass direkt Zugluft entstand.



Auch war der Sitzkomfort für einen Bus, der drei bis vier Stunden unterwegs ist, genauso eingeschränkt, wie die Sicht.



Dabei war es kein IKARUS aus der Vorwende-Zeit, sondern wie man sieht ein Mercedes-Benz-Lizenz-Nachbau.



Innen jedoch, wie eher damals noch eher an Vorwendezeit erinnernd, weil auch die Rückenlehnen nicht verstellbar waren. D. h. selbst, wenn man seinem hintersitzenden Nachbarn mehr Platz gönnen wollte. Es funktionierte nicht.

Da wir mit der 14/24-Konstellation fuhren, hatten wir auch zwei Fremdenführer im Bus. Das hatte den Vorteil, dass wir natürlich auch nur mit 14 durch das Freilichtmuseum gerannt sind.

Hier durch hatten wir eine gewisse Qualitätssteigerung, die allerdings dadurch zunichte gemacht wurde, dass wir jede große Gruppe überholt haben und wir an bestimmten Stellen eben aufeinanderstießen. Da aber die Fremdenführer untereinder sich nicht verständigen, schickt der Fremdenführer der Gruppe 8 alle in den Mosaikhof rein, in dem gerade mal wir 14 aus der Gruppe 10 (allemand - es gibt auch 10 francais...) Platz haben. Irgendwann schreie ich rein, dass die nachfolgende Gruppe es leichter hätte, wenn sie uns zunächst einmal rauslassen würde, bevor Sie reinläuft. Die einzigen, die es nicht machen: Kappenrentner. Die anderen bleiben mit der Bemerkung "Wo er Recht hat, hat er Recht!" stehen und lassen uns erst mal heraus, weil sie dann auch genügend Platz haben, um reinzulaufen.

Auch hätte man sich überlegen können, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, alle Gruppen so aufzuteilen, dass nicht alle die gleiche Route laufen, sondern ein Teil bei einem Kreis bei 0°, 90°, 180°, 270° beginnt. Am Schluss der Tour hätten sich ja alle im Amphitheater treffen können. Stattdessen laufen sich alle über die Füße. Das gleiche dann nachmittags im benachbarten Museum. Was hätte aus Ihrer Sicht dagegegen gesprochen, einen Teil der Gruppen im Museum beginnen zu lassen.

Stattdessen entsteht folgende absurde Situation:

Das ist die Statue "Horst", Modell geschichtsinteressierter Kappenrentner, der alles filmen will.



Auf seine Gruppe, die vor uns läuft, nimmt er Rücksicht in dem er immer die anderen vorgehen lässt, damit er in Ruhe filmen kann. Allerdings stellt er sich immer unserem Fremdenführer in den Weg, der dann immer etwas entfernter von den Objekten anfangen zu erzählen, weil die nächste Gruppe ja schon auch mit der Ankunft droht und wir im Schweinsgalopp durchmüssen. Zwischendurch dann sieht man auch Horsts Frau, die ruft "Horst - wo bleibst du wieder? Wir sind ja schon viel weiter!!!". Liebe Frau Horst: Schätzen Sie sich glücklich, dass sich ihr Mann nur für die versteinerten jungen Mädels im Museum interessiert. Sonst wären Sie vermutlich jetzt in St. Tropez am FKK-Strand... Was ich Ihnen empfehlen kann: eine Hundeleine, die man mit diesem Knopf so bedienen kann, dass die Leine sich einrollt und Horst automatisch Ihnen folgt. So haben Sie Ihren Mann immer in Ihrer Nähe und wir nicht vor unseren Füßen.

Auch ein Kurs in Präsentationen würde nichts schaden: Man versteht nur wenig, wenn der Fremdenführer vor einem herläuft nach vorne spricht und weiter während des Gehens läuft. Kann man nicht mal stehenbleiben und auf alle mal warten und dann anfangen zu erläutern. Wir sind schließlich im Urlaub und wollen auch mal ein paar Fotos machen. So waren wir so schnell im Amphitheater, dass wir auf alle etwas knapp 30 Minuten warten mussten, bevor die Folkore Darbietung anfing, weil noch nicht alle Gruppen wieder da waren.

Gestern hatten wir 19°C gehabt. Ich stelle mir die Situation vor, wenn es noch heißer ist. Jeder rennt mit diesen weißen Papiertüten herum (Ich habe zum Glück einen Rucksack mit... Also, jeder der diesen Ausflug bucht: leeren Rucksack mitnehmen). Ob ein mayonaisenhaltiger Nudelsalat noch höhere Temperaturen über eine Zeit hinweg überlebt hätten, wage ich zu bezweifeln. Auch müssen wir in einem Amphitheater die Mahlzeiten zu uns nehmen: Ein PNP-Schnitzel (Panade-Nichts-Panade - Christian Schmidt aus Diepholz - ich wusste sofort, was du meinst, als ich dieses Schnitzel sah und an deine Geschichten aus dem Internet zurückdenke, die du erzählt hast!) mit Reis. Abgesehen davon, dass das N aus dem PNP nicht definierbar war, brät man solche Schnitzel nicht in Biskin an, wenn man sie kalt servieren möchte, sondern in Öl! Eine dünne Schicht Biskin Bratfett (sei sie noch so dünn), kann einem schon den Appetit verderben. Auch die übriggebliebenen Brötchen vom Mitternachtsbüffet, waren auch nicht gerade der Hit. Alle sind also ca. zwei Stunden zu Fuß mit den Tüten durch die Sonne gelaufen. Der Ausflug ist schon so teuer: es wird ja wohl eine Möglichkeit bestehen, auch vor Ort ein Catering zu beauftragen, der die Lunchpakete liefert, oder eben einen Kleintransporter, der alles hinterbringt. So war es kein Genuß, die ganze Zeit mit den Tüten durch die Gegend zu rennen. Die Amerikaner schaffen es sogar ein ganzes Schiff außerhalb des Schiffes auf ihren Privatinseln zu versorgen. Warum nicht hier nur ein paar Busgruppen in Lybien. Die Zustände empfand ich als angenehmer als in Ägypten und wurden die ja auch außerhalb versorgt. Noch ein Wort zu den Papiertüten: Aus Umweltgründen begrüße ich diese Tüten. Wenn man jedoch eiskalte Wasserflaschen reinpackt, entsteht jedoch Kondenswasser. Zum Glück nicht so viel, dass die Tüten durchweichen - aber was ist wenn? Das wäre sicherlich sehr unglücklich. Bei Lufthansa gab es eine Zeitlang etwas ganz praktisches: ein Kunststoffbeutel so groß, wie ein Gefrierbeutel. Sie war mit einer langen Schnur abschließbar, die diese Turnschuhbeutel aus der Grundschulzeit. Die konnte man bequem über die Schulter tragen und alle hätten wieder die Hand zum Fotografieren frei.



Die Tatsache, dass wir nur zu 14 waren, hatte natürlich auch gewisse Vorteile im Freilichtmuseum. Aber hätte man nicht die Qualität sowohl im Transport als auch bei der Führung für ALLE Teilnehmer steigen können, in dem man wirklich einen weiteren Bus mit der Sprachentrennung Französisch/Deutsch eingesetzt hätte. Dann hätte man alle Teilnehmer gleichmäßig auf alle Busse verteilen können und alle Gruppen wären gleich groß gewesen, so dass die Durchlaufzeit durch die Attraktionen gleichmäßiger gewesen wäre. Ein Vorteil, den sicherlich ALLE Teilnehmer geschätzt hätten, weil alle zahlen den gleichen Preis und keiner hat es verdient, Abstriche an der Qualität zu erleben.

Dass wir überhaupt in diesen "Lumpensammler" gekommen sind, liegt leider an der chaotischen Vergabe der Busnummern. Wer am lautesten schrie, der bekam als nächster die Nummer. Der Animateurin vorne interessierte es überhaupt nicht, ob man schon länger anstand oder nicht. Ich fand es nicht gut. Es ist zum Glück mein letzter Ausflug mit denen. Ein Tipp daher für die anderen: geht ruhig 30 Minuten vorher hin und auch schon vor der Aufruf raus: Vielleicht sitzt ihr im Bus, oder steht vor dem Bus - aber besser in der Lounge und dem Chaos zuzugucken! Und mal eine Frage an die anderen Lybien-Besucher: Waren eure Fotoerlaubnisse auch rot??? Vielleicht sollten wir poolen und für unser Forum sie sammeln und dem nächsten zur Verfügung stellen. Auf jeden Fall dieses Mal hat sie keiner kontrolliert.

Den Ausflug nach Kairo hatten wir zum Glück privat organsiert. Wir erfahren jedoch von anderen Teilnehmern, dass sie nur eine Papyrus-Fabrik mit Einkaufsmöglichkeiten zusätzlich hatten, weil angeblich das Ägyptische Museum nicht mehr geöffnet hätte. Welcher Touroperator darf die MSC-Gäste dermaßen "verarschen" (Sorry für den Ausdruck!). Angeblich, weil "Sonntag" (= mohamedanischer Freitag) ist? Wir haben auch die komplette Tour von Memphistour angeboten bekommen. Wir haben extra nachgefragt, ob es Einschränkungen gibt, weil eben "Sonntag" ist. Wir erhielten die Antwort, dass alle Attraktionen geöffnet seien und als wir um 15.00 Uhr bei der Sphinx waren, wurden wir extra noch gefragt, ob wir Interesse hätten, noch das Ägyptische Museum zu besuchen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass wir hingefahren worden wären, nur damit die Schließung miterleben.

Als wir jetzt von Leptis Magna zurück sind, erleben wir eine böse Überraschung: Das Ausflugsbüro die Stadtrundfahrt in Genua nach der Ausschiffung und dem Transfer zum Mailänder Flughafen einfach abgesagt und das Konto entsprechend entlastet. Wie man jetzt, der sich auf den Ausflug und den Transfer verlassen hat, das alles selbst organisiert, ist anscheinend ziemlich egal. Am Schalter wird auf jeden Fall so getan, als ob dieser Ausflug immer noch buchbar sei:



Valeria ist die Shore Excursion Managerin. Zunächst war sie leicht genervt, was man auch verstehen kann. Ständig kommt einer und beschwert sich über eine Tour. Als ich ihr erkläre, dass ich nicht die Absicht habe zu klagen und ihr die Bilder zeige, die ich gemacht habe, lädt sie mich auf einen Espresso ein. Sie fängt von sich an zu fragen, was man verbessern kann.

Der Tag in Tripolis sei nicht repräsentativ: Die Verteilung der Nummern lief nicht wie geplant weil jemand erkrankt ist und improvisiert werden musste. Sie fragt mich, ob ich auch mal im Theater gewesen sei und mir mal die Abläufe dort gesehen hätte. Dort lief es eben nicht chaotisch ab.

Ich zeige ihr die Bilder vom Ausflug. Sie fragt nach und erklärt, was in ihrer Hand ist und was sie beeinflussen kann. Es wird ein sehr interessantes Gespräch und ich glaube, dass sie erkennt, dass ich eben versuche nicht mehr für mich eine Verbesserung zu erreichen, sondern für die Cruiser nach mir. Sie verspricht, dass Sie versuchen wird, etwas von den Vorschlägen umzusetzen.

Sie meint aber, dass ich mal vor einem Jahr dabei gewesen sein müsste. Ich kann dem Argument nicht folgen: Ich zahle genauso wie die anderen, und wir doch alle irgendwie den Anspruch auf eine gleichmäßig Qualität innerhalb der Gruppen - oder sehe ich es verkehrt???

Bezüglich des Aufluges in Genua mit Anschluss nach Malpensa, erklärt sie mir, dass Sorrento (eine der Hauptverwaltungen von MSC) den Tranfer aus wirtschaftlichen Gründen nicht anbieten will. Sie hätte noch versucht ein O.K. für die Absage bzw. Durchführung zu bekommen.

Hier mal an die Verantwortlichen von MSC:

1. Ihr würdet das Leben aller Cruiser erleichtern, wenn ihr in beiden Richtungen einen Transfer zum Flughafen anbieten würdet.
2. Wenn Ihr schon den Transfer für den Rückflug zumindest anbietet, dann sollte es auch vorher kommuniziert werden, damit man weiss, dass er angeboten wird. Sonst haben sich Leute unnötig Zugtickets gekauft oder Mietwagen bestellt und Ihr wundert euch, dass niemand bucht!
3. Auch wenn man sich auf die Genua-Tour mit Abflug in Malpensa einstellt: So ein Ausflug MUSS um jeden Preis stattfinden. So einfach die Kunden im Regen stehen zu lassen, finde ich nicht in Ordnung!!! Ich kann verstehen, wenn andere Ausflüge einfach mangels Alternativen eingestellt werden. Es haben Leute vielleicht ihre Arrangements storniert, um den Transfer mit MSC zu machen. Nochmals: ich finde es nicht o.k.!!!

Bislang wirklich mein einziger echter Negativpunkt und ich denke, dass es der einzige hoffentlich bleiben wird: Also, wenn es gut läuft, läuft es wie ein Uhrwerk. Wenn es nicht läuft, dann wird es sich zu einfach gemacht. Schade!!!

Das Abendessen ist mal wieder formell. Eigentlich habe ich gar keine Lust mich umzuziehen. Andererseits stimmt es schon: wozu haben wir alles mitgenommen?

Thema des Abends: Kalabrien:

1. Gang Vorspeise

Option 1: Frittierte Moschuspolypen (sind die nicht aus der Nase???) mit scharfer Paprikasauce
hatte niemand am Tisch

Option 2: "Capocollo" Wurst und Crouton mit kalabrischen Oliven
sehr lecker...



Option 3: Marinierte Auberginen-Carpaccio mit Salat und Käse-Splittern
soll auch ganz wunderbar gewesen sein



2. Gang Salat

Römischer Salat mit Tomaten und Mais, Sauce mit grüner Paprikaschoten und gebratener Zucchini
Also mit der Unterscheidung einzelner Salatsorten haben die es nicht so: es war Eisberg...



3. Gang Suppen

Option 1: Kichererbsen- und Steinpilzcreme
interessante Kombination - hätte ich auch sehr gerne als Hauptmahlzeit in einer Terrine genommen, wenn etwas fleischiges drin gewesen wäre



Option 2: Kleiner Kochkessel mit Fisch und Gemüse
Der Fischsud war da, aber kein Gramm Fisch in der Suppe.



4. Gang Pasta & Risottogerichte

Option 1: "Farfalle" mit Paprikaschoten und gebratenem Zucchini
hatte keiner am Tisch

Option 2: Risotto "Mare e Monti" mit Krabben und Pilzen
Ich glaube Chinesen und Risotto passt einfach nicht. Irgendwie schmeckte es nach einem aufgelösten Hummerwürfel...



5. Gang Hauptgerichte

Beilagen: Kartoffeln nach "Boulanger" Art, Gedünsteter Paprika, Geschmorter Weißkohl mit Knoblauch

Option 1: Thunfisch nach Calabria Art mit Knoblauch, Kapern, Oliven, Tomaten und Peperoni
Option 2: Hawaian-Geräucherter Schinken mit Ananas glasiert
Option 4: Gemüsetorte mit Brokkoli und getrockneten Tomaten
hatte niemand am Tisch

Option 3: Rindersteak vom Grill mit Maître d'Hôtel Butter
Ich mochte es, weil ich gerne durchwachsene Entrecôte-Stücke mag.



6. Gang Desserts

Zitronensorbet
Sauer macht lustig!



Straciatella-Eis



und last not least...




Heute Abend bin ich der Meinung: MSC ist steigerungsfähig... Schön es noch auf meiner Kreuzfahrt zu erleben.

Insbesondere Tripolis beim Auslaufen:



Übrigens ein anderes Cruiser-Paar (ebenfalls mit Koch-Vorbildung) hat uns den Tipp gegeben, dass wir einfach mehrere Vorspeisen bestellen sollen. So würden sie es handhaben!!!



Die Show heute Abend fängt später als sonst an. Grund: Die Vorstellung für die 2. Tischzeit vor wenigen Tagen wegen zu schwerem Seegangs abgesagt und wird jetzt nachgeholt.

Damit keiner zur "normalen" Startzeit der heutigen Show rausrennt, sorgen die Animateure dafür, dass man im Saal sitzenbleibt.





Rein interessehalber: Ist das ein Toupet oder nicht???



Die waren noch päpstlicher als der Papst - und haben versucht jeden zu vertreiben, der Plätze freigehalten hat, obwohl sie selbst schon saßen. Die wollen bestimmt zu einer Papst-Audienz morgen.

Wie soll ich den heutigen Abend beschreiben? Er ist mit Worten nicht zu beschreiben. Sogar ich werde meiner eigenen Policy untreu und mache Fotos!

Ich werde sie aber nicht einstellen, sondern ich behalte Sie für mich. Schon alleine deswegen wäre es Wert, auf die MSC MUSICA zu gehen.

Wenn ich aus einem Grund wüsste, dass ich morgen mein Augenlicht verliere und auch meine Hörkraft, dann bringt mich heute um jeden Preis auf die MSC MUSICA und gebt mir die Chance diese Darbietung von Enrico Scotto & Friends nochmals zu sehen und vor allem zu hören.

Das letzte Bild der Show hat sich im Kopf und im Herz eingebrannt. Mein lieber Mann!!!

Eine Wohltätigkeitsgala mit so einem 90 Minuten-Programm kostet 200, 300, 500 EUR pro Karte, inkl. Spende, Häppchen und Piccolo. Hier waren es leider nur 45 Minuten und ohne Häppchen und Piccolo. Trotzdem würde ich für seine Show 30-50 EUR hinblättern wollen (wirklich nur wegen der 45 Minuten). Vielleicht werde ich einfach verdoppeln und gehe um 22.30 Uhr nochmals hin.

Wer vor zwangig, dreißig Jahren geheiratet hat und damals seine Hochzeitsreise in Venedig, auf Capri oder in der Toskana verbracht hat, und möglicherweise merkt, dass die Liebe nochmals einen neuen Kick braucht, ist hier bestens aufgehoben. Spätestens nach der Show, seid ihr eben zwanzig, dreißig Jahre jünger, weil sie Herz, Augen, Ohren und alle Sinne anspricht. Spätestens, wenn NESSUN DORMA aus Puccinis TURANDOT (bekannsteste Fassung i. d. R. Luciano Paverotti) erklingt, werdet ihr euch neu verlieben.

Für jung verliebte Paare ist dagegen die Show ungeeignet oder bedarf gewisser Vorbereitung:

1. Die Unterwäsche-Größe der Frau feststellen
2. In ein Sanitätshaus gehen und in der entsprechenden Größe Angora-Miederwäsche besorgen
3. Am Tag der Show, gucken, wo man die Schlafmaske gelassen hat. Die wird dieses Mal für die Frau gebraucht.
4. Ohropax mitgeben, damit sie nichts hören
5. Die Spitzen-Unterwäsche der Frau einsammeln und in den Safe schließen und Kombination ändern.
6. Die Frau die Angora-Miederwäsche, Schlafmaske und Ohropax anziehen lassen.

Der Tenor ist keiner aus der Alterklasse der drei großen Tenöre, sondern ein junger, knackiger, hübscher Anblick, bei dem ich mir sehr gut vorstellen kann, dass eine Frau bei seiner Stimme und seinem Gesang auf dumme Gedanken kommt. Ich denke, mit dem Bewusstsein, Angorawäsche auf die Bühne zu werfen, dürfte nicht allzuviel passieren, so dass man ggfls. dann auch die Frauen alleine in die Show lassen kann. Trotzdem sollte man als Mann dieses "Damenprogramm" auf jeden Fall mitmachen.

Das ist ein MUSS!!! Guck euch das an!!!. wnacken zeigt mir beim Rausgehen den Daumen nach oben. Ich erwidere. Wir verstehen uns!!!

Ein Nachtrag noch: Die junge Dame, die zu den Friends von Enrico zählt und am Anfang mal mit einem Edit-Piaf-Lied auftrat, fällt dieses Mal sehr positiv auf. Heute kann man alles klar verstehen. Wahrscheinlich lag es am Tonmeister, am Repetoire oder an beiden. Englische Musicalhits und italienische KIassik liegen ihr weit mehr als französische Chansons.

Und als ich in Kabine zurückkomme, kann ich es kaum glauben: Ich darf Douglas Ward morgen um 10.00 Uhr treffen, um mir meinen Buch signieren zu lassen...

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