2007-01-09

Tag/Day 2.1 auf der/on MSC MUSICA in Neapel/Naples, Italy

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Da die Kreuzfahrt elf Nächte lang war, wird der Übersichtlichkeit wegen die Wiedergabe des damaligen Reiseberichtes wie ein Blog aufgebaut. Auf die Übertragung der Beiträge anderer Mitglieder im Thread wurde verzichtet.

Der Thread kann jedoch hier eingesehen werden:
http://www.cruisereviews.com/forum/der-rest-der-kreuzfahrtwelt/35814-rollcall-msc-musica-07-18-01-2007-ab-genua.html



09.01.2007:

Danke für eure positiven Rückmeldungen. Keine Sorgen - andere sonnen sich im Moment an Deck, während ich in Ruhe meinen alkoholfreien Cocktail genieße und für euch schreibe.

Dass ich überhaupt etwas zu berichten habe, liegt aber auch an den Berichten meiner Vorgänger, die schon auf dem Schiff waren und live oder zeitversetzt berichtet haben. Jeder der Berichte hat wohl dazu beigetragen, dass es Änderungen auf der MSC MUSICA gegeben hat.

Garfield berichtete beispielsweise von der chaotischen Sprechzeit mit dem Maitre bezüglich der Tischzeit.

Mitlerweile geht das Prozedere wie folgt:

Es gibt zwei Reihen: Eine für die 1. und eine für die 2. Tischzeit.

Du bekommst eine Wartenummer und kannst in der Lounge auf den Aufruf warten und ein Tässchen Kaffee schlürfen. Danach bekommst du die Audienz und kannst deinen Wunsch vortragen.

Alle Deutschen haben sich wie üblich darüber aufgeregt, dass sie warten mussten. Aber so gab es keine Schlangen, sondern jeder konnte sitzend warten. Natürlich sind es nach wie vor Zustände wie in einem Straßenverkehrsamt, aber wenn man es zu der Beschreibung von Garfield vergleicht, dürfte es sich um eine Veränderung positiver Art handeln.

Beispielsweise wurde auch erwähnt, dass nicht genügend Infomaterial für Selbstorganisierer über die Anlaufhäfen dabei war. Dieses kann ich derzeit nicht bestätigen. Für unsere Tour liegt in jeder Kabine ein MSC-Reiseführer für alle Orte bereit, die wir anlaufen. Wenn wir es behalten wollen, müssen wir 3 EUR dafür zahlen. Gestern lagen auch an dem Buchungsbüro MSC-Informationen über den nächsten Zielort von allgemeiner Art vor, die in fünf Sprachen gedruckt auslagen. Heute wurden DIN A 3-Faltpläne verteilt, deren Qualität auch in Ordnung war. Kann es vielleicht sein, dass es in der Besonderheit der Tour lag, dass sie über Silvester nur einmalig durchgeführt wurde und man daher improvisiert hat? Unsere Tour wird ja noch ein paar Mal durchgeführt, so dass hier vielleicht der Aufwand sich auch lohnt, so etwas praktisches zusammenzustellen.



Unsere Reiseführersammlung (links) hätten wir uns bequem sparen können!

Für alle Fernsehsüchtigen an Bord - neben den Bordprogrammen gibt es ZDF, VOX, arte und N24 als deutschsprachige Programme vorhanden. Durch die Satteliten-Footprints in anderen Fahrtgebieten kann es aber anders sein.

Zum Internet: Leider ist die Qualität des Internets schlecht. Es erinnert von der Geschwindigkeit schon an die Pre-ISDN-Ära. Z. Z. haben wir trotz LAN-Kabels keinen Datenaustausch im Hafen von Neapel. In der Innenkabine ist es so schlecht mit der Versorgung von GSM-Netzen, dass ich auch mit meinem UMTS-Telefon nichts machen kann. Generell gehst du einfach zur Rezeption und kaufst Guthabenkarten. Am günstigsten (relativ) ist die 120 Minuten-Karte für 36,00 EUR - Die wird sicherlich auch wegen der langsamen Geschwindigkeit gut brauchen. Da wie beschrieben wenig Platz zum Sitzen vorhanden ist, und schon gar nicht, wo man nichts verzehren muss, haben wir uns mitten in der Nacht ins Cyber-Café mit unseren Notebooks gesetzt.

Der Mitternachtssnack bestand aus einem Thunfischbrötchen, die in den Loungen serviert wurden. Aber hier war das Angebot größer als die Nachfrage, so dass die Kellner durch die Gänge liefen, um alle Brötchen an den Mann zu bringen.



Guckt euch mal bitte das Bild an:



Ich frage euch: welchen Sinn hat das???

Gut gehen wir zurück bis gestern Abend.

Wir sind dann zur Vorstellungsrunde der Crew gegangen. Kurz gesagt, es war eigentlich eher eine Werbeveranstaltung für die Geschäfte an Bord. Meistens wurden die Pächter vorgestellt. Da alles fünfsprachig lief, zog es sich entsprechend hin: Italienisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch. Das ganze fand auch in einer Lounge statt, so dass auch nicht alle Platz hatten und entsprechend es ungemütlich war. Da aber direkt bis zur Beginn der Veranstaltung getanzt wurde und es fließend wieder zum Tanzen überging, war es schon ein wenig deplatziert.

Da wir nun im Vorschiff wohnen und unsere Restaurants alle achtern liegen und man jedes Mal von einem Ende zum Anderen ca. 5 Minuten braucht, waren wir froh, dass wir endlich mal unsere Füße hochschlagen konnten.

Aber es war dann doch eine kleine böse Überraschung: Nach der NORWEGIAN PEARL war es eine Umstellung, dass wir wieder diese Sandwichdecken-Lösung hatten. Es ist nicht mein Fall, aber das ist glaube ich normal, dass man es nie so findet wie zu Hause. Nur wenn ich mich deswegen ärgern sollte, dann sollte ich doch besser zu Hause bleiben. Und der Spruch "Es ist nirgends so schön wie daheim" hat doch im Repetoire eines Kreuzfahrers nichts zu suchen - oder??? Dann muss sich sich wohl ein Hausboot kaufen! Ich werde mal jetzt meine Mitarbeiterin in Deutschland anrufen und sie fragen, was "klassische deutsche Bettdecke" auf Spanisch heißt und Ortez fragen, ob er etwas für mich tun kann... Leider konnte Ortez nichts für mich machen - nicht weil er wollte, sondern weil schlicht und einfach keine typisch deutschen Oberbetten (heißen die auf Spanisch: Bettos superioros allemanos???) an Bord sind. Ansonsten habe ich meine weißen Handschuhe auch nicht bei. Ich bin aber auch nicht hier um Hausdame zu spielen und zu gucken, auf dem Schrank (sowieso nur noch 3 cm Platz) alles sauber ist oder nicht. Wir sind mit der Sauberkeit, von der Art und von der Freundlichkeit von Ortez sehr zufrieden. Unsere Obstschale



wird täglich neu gefüllt und ich kann ihn fünf Minuten später wieder auf dem Gang begegnen und er fragt mich wieder wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist. Wobei wir gestern den Geruch von geschmorten Kabeln in der Nase hatten und sicherheitshalber anriefen. Seit dem hat er wohl ein wachsames Auge auf uns. Den Tauchsieder sollten wir besser verstecken...

Wofür Ortez nichts kann: der weiße Duschvorhang ist eben ein IKEA-3-Euro-Duschvorhang, dem man nach einem halben Jahr ansieht, welche Billig-Duschbäder mit entsprechend poppigen Farbstoffen, meine Vorbewohner hatten. Die kann man noch so oft waschen. Sie sind nicht dreckig, sondern man bekommt lediglich die Farbstoffe nicht mehr heraus. Auch war die Auswahl der Fliesen und der Fugenmasse durch die Firma, die die Kabine baut etwas unglücklich. Falls sich jemand daran stört, solltet ihr noch vom Baumarkt eine Fugenmasse nach eurem Geschmack mitbringen, in dem man nicht alles sieht. Diese Probleme sind jedoch nicht kreuzfahrtspezifisch und ich finde sie sogar in den Radisson- oder Steigenberger Hotels der oberen Preiskategorien. Nur wenn ich da das fünffache für eine Nacht nur mit Frühstück zahlen soll, dann gucke ich es mir schon näher an.

Dafür freue ich mich über andere Details im Bad:



Was ich allerdings sehr vermisse, wäre ein Schuhschwämmchen... Aber nachher werde ich mal das dicke Buch durchforsten, ob es einen Schuhputzautomaten gibt, oder ob ich es schaffe, bei dem Anblick meiner Schuhe meine Eltern zu überzeugen, tätig zu werden.

Nochmals zum Duschvorhang.

Hier Trick 17 aus der Selbstüberlistung:

Direkt neben dem Duschvorhang ist die Wäscheleine:

Man hängt sie einfach in die 1. Öse ein...





und schon hat man ein halbes Problem weniger, weil sie nicht mehr so flattert. Übrigens "Die Sendung mit der Maus"-Gucker: Ihr wisst warum es so ist - wenn man die Brause nicht ganz so voll aufdreht, dann entsteht ein kleiner Hurricane in der Duschkabine.

Aber hier vor dem Duschen...



und hier während des Duschens...



Physiker können anhand der nun freiliegenden Fliesen berechnen, welche Windstärke der Hurricane hinter dem Duschvorhang hat und so gemeinsam mit hier im Forum tätigen Bäderbauern Lösungen erarbeiten, wie man das Problem unten noch lösen kann.

Denn meine Lösung eignet sich ja nur für oben...



Was ich mir auf jeden Fall auch beim nächsten mitbringen werde: 2-3 Saughaken, mit denen ich zu Hause unsere Küchenhandtücher aufhänge. Die vermisse in der Kabine komplett, um mal etwas so aufhängen zu können.

Meine Nacht war kurz und knapp - ich wollte gerne den Bericht machen und tagsüber ist ja keine Zeit. Schlafen kann ich immer noch an den zwei reinen Seetagen.

Mein Bericht war denn gegen 09.30 Uhr fertig. Wir haben dann gemerkt, dass es ja Frühstück nur bis 10.00 Uhr gibt! Also mussten wir schnell mal auch was im SB-Restaurant essen gehen. Wirklich sehr voll und laut, aber von der Auswahl her toll. Mit der Schlange vor dem Kaffee bin ich etwas verwundert. Da es min. vier Stationen gibt, frage ich mich, warum man sich immer nur auf eine konzentriert und sich über entsprechende Schlangen ärgert... Ich hatte wohl Glück, als vor mir nur zwei Leute standen und nach mir alle vertrieben wurden, weil die Tassen ausgegangen sind. In dem Bereich, wo wir saßen war es sogar so, dass Saft und Wasserautomaten nicht direkt daneben, sondern quer gegenüber. Dadurch haben sich die Schlangen auch etwas verteilt. Auch ist es etwas verwunderlich, warum man nicht vier gleiche Büffets mit dem gleichen Angebot aufbauen kann. Man muss alles durchwandern, weil man sonst immer den Eindruck hat, dass man etwas verpasst hat. Und das ist das Schlimme. Dann ist die Gier und man legt zu - sogar auf einer MSC MUSICA. Aber gegen die Qualität und das Angebot beim Frühstück kann man absolut nichts sagen. Wer da nichts findet, ist selber Schuld.

Bald ging es ja dann auch schon gen Neapel. Wir sind vor der Zeit angekommen. So sah es beim Tanzkurs aus.



Einen Bastelbogen für einen Karton haben wir bislang noch nicht bekommen. Aber an den ersten reinen Seetag meiner Kreuzfahrtkarriere hat mich wnacken gerade erinnert, mit dem ich mich telefonisch verabredet habe.

Das war der Erste Anblick vom Cruise Terminal in Neapel. Was sehen da meine übernächtigten Augen, die mit einem Mal hellwach wurden???



Jawohl, sie ist es. Dieses "Tenderboot" mit dem MSC-Zeichen ist die Schwester UNSERER LILI MARLEEN (heute OCEAN COUNTESS) und die Stiefschwester von Annettemoppels CORAL.



Um 12.45 Uhr sollten die ersten Ausflügler von Bord. Da die sicherlich um 11.30 Uhr bereits sämtliche Plätze in den Restaurants belegt haben, schlage ich vor, dass wir erst um 13.00 Uhr essen gehen. Eine weise Entscheidung. So schön leer wie beim Willkommensbüffet. Ich beschließe kürzer zu treten und bis auf das Süppchen nichts warmes zu essen:



Sie haben die Essen auch schön beschriftet. Aber müssen Sie das Reisgericht Pilaw nennen, statt Nr. 23 Gebratener Eierreis mit Schinken und Shrimps. Dann hätte ich keine Notwendigkeit zu erklären, wie man Pilaw von Gebratenem Eierreis abgrenzt. Schmecken tut es gleich!

Und für das Protokoll: ich habe keinen Nachtisch mehr genommen!!!

Als wir um 14.00 Uhr das Schiff verlassen wollten, fing es dann an zu regnen. Seit London mag ich keine Hopp-On-Hopp-Off-Bustouren in Doppeldecker-Cabriobussen, so dass wir nur so durchschlendern um eine Apotheke zu finden. Gefunden haben wir dann eine und wie es der Zufall wollte: Im Eingangsbereich der MSC Crociere-Hauptverwaltung. Wir hätten den Boden küssen können, wenn es nicht geregnet hätte. Nur leider hatte die Apotheke bis 16.00 Uhr geschlossen und so sind wir wieder zurückgelaufen, nach dem wir auch weiterhin kein Glück hatten. Eine, die wir gefunden hatten, wurde vor zwei Stunden von neuen Besitzern übernommen, die leider auch noch nicht so genau wussten, wo ihre Vorgänger die Sachen eingeräumt haben. Wir laufen zurück und stellen fest, dass lustradiluna Recht hatte: Süditalien ist anders als Norditalien. Der Verkehr läuft hier ab, wie in Shanghai. Eigentlich müsste ich wissen wie es läuft. Aber ich ziehe es doch vor als Deutscher identiziert zu werden und bleibe brav bei Rot stehen, auch wenn alle Italiener mich deswegen auslachen. Endlich auf die andere Straßenseite geschafft, suchen wir im Hafen einen Platz, an dem wir die MSC MUSICA in der vollen Pracht fotografieren können. Es klappt nicht, weil das Schiff einfach zu groß für mein Objektiv ist.



Da es immer stärker regnete und wir auch am Vesuv gar nicht waren: alles ist noch ganz. Aber was sollte ich noch kaputtmachen, was die Natur nicht schon geschafft hätte... Die Leute, die Ausflüge gebucht haben, tun mir ein wenig Leid. Denn es regnet immer stärker.



"Nepael sehen und sterben". Leider kann ich es im Moment nicht nachvollziehen! Wahrscheinlich fehlt Sophia Loren, die mir die Stadt wie damals Clark Gable zeigt. Im Moment stelle ich mir es vor, dass man als Tourist hinkommt und im Kugelhagel der Camorra umkommt. Wir müssen es wohl wiederholen, um das Feeling zu bekommen. Dann hoffentlich mit schönerem Wetter.

Zurück an Bord gehen wir einen Cappucino und einen geeisten Kaffee trinken.

Wir genießen ein wenig mexikanische Musik und sehen, wie unsere Bedienung alle Barkarten pro Tisch zu einem Dreieck geform hat. Nachdem sie es bei jedem Tisch es gemacht hat, kommt die Assistant Bar Managerin und stellt sie wieder alle um, weil es ihrem strengen Blick nicht genügt. Als ich sie darauf anspreche, dass es witzig aussieht, dass sie nach drei Minuten wieder alles umstellt, ist es ihr peinlich, dass es wohl registriert wurde und sie verschwindet lieber, statt die Karten auf den letzten vier Tischen auch umzustellen.



Nur für das Protokoll auf das Kuchenbüffet verzichten wir.

Was macht man eigentlich mit Badeschaum, wenn man bloß eine Dusche hat? Draußen regnet es so viel, dass auf Deck 13 das Wasser sich sammelt und mangels Abflussmöglichkeiten mit einem Mega-Sauger aufgesaugt werden muss. Wenn ich jetzt den Badeschaum darauf auskippen würde, könnte ich ja auf Deck 13 gut baden. Vielleicht ist es ja auch für den Whirlpool gedacht???



Kommen wir mal wieder zum Abendessen.

Wir werden von Viarel mit Handschlag begrüßt. Das Thema lautet Kampanien - das ist die Provinz rund um Neapel.

Die Lage des Tisches ist sehr gut. Die Nachbar"provinz" wird von einem älteren italienischen Kellner betreut, bei dem es Spaß macht ihm zuzugucken. Er ist einer, der sich durch gar nichts aus der Ruhe bringen lässt und wunderbar auffällt, weil er zum Beispiel einer Dame einen Kusshand gibt, weil er sich für die unbeabsichtigte Berührung entschuldigen möchte. Er passt auf die MSC MUSICA, weil ich glaube, dass er im ersten Leben Rossini oder Verdi war. Er bewegt sich virtuos im Takt der Wellen durch die Reihen und mit der Nonchalance eines italienischen Liebhabers à la Casanova bezirzt er wohl jeden weiblichen Gast.



Gäste, die viel zu spät zum Essen kommen, schafft es so diskret zu pushen, dass sie irgendwann an die Gänge der anderen aufschließen. Wenn Deutsche sich darüber beklagen, dass ihr Franziskaner-Weissbier nicht in einem Franziskaner-Weissbierglas serviert wird, dann schafft er es die Herren doch zu überzeugen, dass ein Franziskaner-Weissbier auch dann nach Franziskaner-Weissbier schmeckt, wenn es nicht aus einem Franziskaner-Weissbierglas serviert wird. Wer von euch also unbedingt sein Franziskaner-Weissbier aus einem Franziskaner-Weissbierglas trinken möchte, möge sich sein Franziskaner-Weissbierglas bitte mitbringen oder mit TRANSOCEAN fahren!!!

Dieses Ehepaar macht heute auch Bekanntschaft mit dem Risotto, dass heute wie weißes Labskaus aussieht. Nach drei Bissen und einem echten Kaumuskeltraining, weil eben Risotto al dente gekocht wird. Der Ehemann muss ran. Die Ehefrau schiebt den Teller hin. Der Mann guckt und verweigert und schiebt den Teller zurück. Der Rest wurde stehen gelassen...

Beim Herausstehen steht Maitre Tonnino Gallano am Ausgang. Er unterhält sich gerade mit einer Dame. Ich frage eine Stewardess, ob das der Maitre sei. Sie sagt ja und stellt sich direkt neben ihm, um ihn aufmerksam zu machen, dass ich ihn wohl sprechen möchte. Es ist ein elegant-gekleideter Mann. Ich glaube nicht, dass er zu den italienienischen Maitres gehören, die hier im Forum als hochnäsig beschrieben werden. Aber seine elegante und respekteinflößende Erscheinung macht ihn ein wenig unnahbar. Er fragt mich sofort, ob etwas nicht in Ordnung ist und ist wohl angenehm überrascht, dass ich mich nur für den Tisch bedanken wollte, den er uns zugeteilt hat. Er fragt auch direkt nach, ob wir mit unserem Kellner zufrieden sind und bestätigt, dass Viarel der Beste sei.

Nun kann ich es nicht bestätigen, weil ich nun absolut keine Vergleichsmöglichkeiten habe. Aber ich kann zwischen Micha und Georgy von der LILI MARLEEN vergleichen und da muss ich sagen. Gegen die kommt bisher noch keiner an. Es sind wohl die Details, aus denen dann der halbe Stern hinzukommt oder nicht. Für das Produkt hier auf der MSC MUSICA ist es vollkommen in Ordnung und ich genieße die Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und den Service, den mir Viarel und Yasa zukommen lassen. Micha und Georgy waren jedoch auf einem 3*-Schiff und haben einen 5*+-Service den Gästen zukommen lassen. Und das war der Unterschied. Ich frage mich, was sie wohl machen und hoffe, dass ich die beiden eines Tages wiedersehe.

Aber essen wir mal wieder zunächst heute Abend:

1. Gang Vorspeisen

Option 1: Tintenfisch-Kartoffelsalat
hatte niemand am Tisch

Option 2: Salami aus Neapel und Provolone-Käse
sehr lecker und vor allem es geht doch mit der schönen Garnitur, dass das Auge auch mitessen kann...



Option 3: Mozzarella und Tomaten "Caprese"
etwas Aceto Balsamico und ein paar Tröpchen Olivenöl und etwas Pesto... dann wäre es absolut perfekt gewesen...



2. Gang Salat des Tages

Salatteller mit Kopfsalat, Tomaten, Kartoffeln, Eier und Bohnen
Sardellensauce
Ich werde beim nächsten Tupperabend einen Saladin für die Truppe hier bestellen. Er war zwar schon besser geschleudert, aber das geht noch besser...



3. Gang Suppen

Option 1: Tomatencremesuppe
ein kleines Sahnehäubchen oder einen Klecks Crème fraiche und ein ganz bißchen grün... und man hätte in der Stadt dafür 4 EUR verlangen dürfen...



Option 2: Gemüsesuppe mit Pasta
hatte niemand am Tisch

4. Gang Pasta & Risottogerichte

Option 1: Spaghetti "Amalfi" mit Venusmuscheln und Cocktailtomaten
wurde als Hauptgang gewählt... leider schmeckten wohl die Venusmuscheln nach deiner Konservenqualität - Schade!!!



Option 2: Risotto mit Provolone-Käse und Basilikum
siehe oben vom Nachbartisch - hatte niemand am Tisch

5. Gang Hauptgerichte

Beilagen für Option 1 und 2:
Kartoffeln "Pizzaiola"
Gebratener Eskariol (@conniemillie: Erklärst du mal bitte, was das ist? Schmeckt wie Mangold, Spinat nur bitterer... - oder was war es???)
Butter-Blumenkohl

Option 1: Gebackenes Rotbarschfilet
mit Tomatensauce und schwarzen Oliven
Dieses Mal können wir e-man nicht zitieren. Er war wohl etwas fad geraten.



Option 2: Schweineschnitzel nach Sorrentiner Art
gratiniert mit frischen Tomatenscheiben, Mozzarella und Basilikum
Das war wohl der Highlight am Tisch, wie alle am Tisch berichten und sind sehr begeistert - insbesondere vom Eskariol!



Option 3: Rinderragout "Madras" mit Curry
serviert mit gedünstetem Reis
Hier schlug das Herz eines Chinesen hoch: Reis wie im China-Restaurant. Das Rinderragout hatte eine angenehme Schärfe, so dass man ohne Feuerlöscher auskam. Rind gibt es allerdings in der indischen Küche nicht und vor allem kam es vom Mittagsbüffet schon sehr bekannt vor... Ich würde es vielleicht nicht ganz so lange durchschmoren lassen, dass es auseinanderfällt. Geschmacklich aber vollkommen in Ordnung.



Option 4: Parmagiana di Melanzane
Auberginenauflauf
hatte niemand am Tisch

6. Gang Dessert

Ich habe darauf verzichtet und daher auch keine Dessertkarte genommen, so dass ich nur die Bilder wiedergeben kann:

Das erste ist etwas mit Zitronencreme und Bisquitteig innen.





Das zweite ist ein Nusseis.



Das dritte ist was mit Blätterteig, frischem Obst und Schlagsahne und wurde als ZUCKERFREI (!!!) deklariert. Ich glaube als Diabetis Mellitus-Patient wäre die MSC MUSICA mein sicherer Tod...



Das vierte ist der Früchteteller. Es ist nicht der gleiche von gestern, den ich mit der Bildbearbeitung bearbeitet habe.



Ganz ehrlich: Das hier wird mein persönliches ANDREA DORIA-Trauma, d. h. mein persönlicher Untergang. Ruft man nicht in Flugzeugen nicht nach Ärzten aus, wenn man einen braucht. Kann Irma nicht nach einem Schneider für mich rufen? Das wird peinlich, wenn der Smoking vor dem 1. Anziehen schon nicht mehr passen sollte...

Danach ging es zur Willkommensshow, die von Anna, unserer Kreuzfahrtdirektorin, galant in vier Sprachen eröffnet wird. Es sind wohl keine spanisch-sprechende Gäste an Bord.

Also schon alleine wegen des Theaters, wegen der Technik lohnt es sich schon in die Show zu sehen.

Die Willkommensshow selbst kann man getrost mit Carsten Specks "Ein Kessel Buntes" vergleichen. Für jeden ist etwas dabei: Musik, Tanz, Revue, Akrobatik, Variéte. Ich denke, dass das Variéte überwiegt, eine Unterhaltungsform, die in Deutschland nicht mehr so populär ist. Es sind keine plumpen Zirkusnummern, sondern Vollprofis, die eine tolle Darbietung bringen.

Es war ein schönes Potpurri, um zu sehen, was uns die nächsten Abende erwartet - aber wie bereits gesagt: schon alleine das Theater mal lebend und lebendig zu sehen, macht schon die Teilnahme an der Show sehenswert.

Bilder mache ich nicht - ich fühle mich durch die Blitzerei genervt und ich finde, dass es möglicherweise auch die Konzentration der Künstler beeinträchtigt. Der Jongleur hat sehr charmant seinen Fehler überspielt.

Da es ja meine 1. internationale Kreuzfahrt ist - ist es üblich, dass manche Deutsche immer sofort rausrennen müssen, wenn die deutsche Ansage beendet ist und noch die anderen Sprachen folgen???

Wir haben dann noch ein paar Souvenirs erworben, die im Gegensatz zu NCL sehr günstig sind. Eine Schirmmütze kostet nur 6 EUR. Auch das Erinnerungsfoto mit 19,95 EUR mit zwei größeren Bildern, war zwar ein Ärgernis, aber es ist gut geworden, so dass wir es auch gerne gezahlt haben.

Soweit zu Tag 2. Ich bin müde und verzichte auf das Mitternachtsbüffet mit Canapés und lege mich tatsächlich um 22.00 Uhr schlafen.

Bis Morgen.

HeinBloed
live von der MSC MUSICA auf dem Weg nach Piräus auf seinem allerersten reinen Seetag.


Lieber Holger B.,

du darfst uns glauben: wir freuen uns schon riesig, wenn wir die Chance haben werden die LILI MARLEEN (heute: OCEAN COUNTESS) evtl. morgen in Piräus zu sehen.

Und da uns die Füße weh und alle Rollstühle schon besetzt sind: Wieviel würden wir dafür geben, wenn wir auf der MSC RHAPSODY wären.

Leider muss ich dir mitteilen, dass wir es nicht sein können, weil sie derzeit in Neapel repariert wird.

Also es war kein Spott mit dem Tenderboot. Aber vis-à-vis von Deck 13 der MSC MUSICA wirkt das Boot schon so. Morgen stellen wir hierzu noch ein Bild ein. Dann weisst du hoffentlich, wie wir das meinen.

Und sollten wir nochmals MSC buchen (was aber nicht vor 2008 sein wird...), dann steht die MSC RHAPSODY bestimmt ganz oben auf unserer Liste. Uns gefällt der MSC-Stil.

Gruß
HeinBloed

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