2007-01-08

Tag/Day 1.1 auf der/on MSC MUSICA in Genua/Genoa, Italy

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Da die Kreuzfahrt elf Nächte lang war, wird der Übersichtlichkeit wegen die Wiedergabe des damaligen Reiseberichtes wie ein Blog aufgebaut. Auf die Übertragung der Beiträge anderer Mitglieder im Thread wurde verzichtet.

Der Thread kann jedoch hier eingesehen werden:
http://www.cruisereviews.com/forum/der-rest-der-kreuzfahrtwelt/35814-rollcall-msc-musica-07-18-01-2007-ab-genua.html



08.01.2007:

Hier ist HeinBloed live aus der Innenkabine 11030 im Vorderschiff des MSC MUSICA.

Um e-man und Garfield vorzugreifen. Hier schwankt das Schiff ganz schön, obwohl wir derzeit einen Wind mit nur 24 km/h bei einer Geschwindigkeit von knapp 20 Knoten haben, zeitweise waren es 50 km/h. Im Moment tendiere ich daher, mich für Garfield zu entscheiden, obwohl natürlich nicht dabei war, als ihr eure Verhältnisse erlebt habt.

Ich will auch oppis vorgreifen. Leider kann ich nicht mit einem Bild eines Pissoirs dienen. In der öffentlichen Herrentoilette, das zu einem der Hauptrestaurants angrenzt, gab es einfach keine! Da hat der Konstrukteur wohl geschlafen!!!

Und ich muss Trudi danken, dass sie es geschafft hat, mein Schreiben an die Hoteldirektion durchzubringen. Wir haben einen schönen 5-er-Tisch am Fenster bekommen, um den wir beneidet werden. Bloß ein Haken – in der Nähe des Küchenzugangs, so dass man schon mal scheppern hört.

Aber springen wir mal einen Tag zurück.

Wir sind gegen 07.00 Uhr morgens zu zweit (!!!) mit dieser Gepäckmenge aufgebrochen:



Wurxel mit heißen Tipps, wie man österreichische Vignetten entfernt, hat in Ihrem Telegutachten, erklärt, dass die Menge o. k. ist – Nur haben wir ein Problem: wie bekommen wir in Mailand noch das Gepäck von meiner Restfamilie (3 Personen) noch unter…

Falls jemand noch eine Vignette für die Schweiz besorgen muss: NICHT AN DER Raststätte SCHAUINSLAND bei Freiburg. 1. sind sie unfreundlich, 2. nehmen sie keine Flottenkarten an, obwohl meine für Vignetten codiert ist und 3. kosten sie mehr als woanders!!! So vermeidet ihr den 1. Ärger auf dem Weg nach Genua!!!

Auch für alle Tanktouristen mit Flottenkarten: Aufgepasst bei den Öffnungszeiten – Schweizer Öffnungszeiten-Vorstellungen unterscheiden sich gewaltig von den deutschen und vor allem das Netz an Tankstellen, die Routex- oder Euroshell akzeptieren ist nicht sehr groß.

Wir haben aber den Rat eines Mailänder Kollegen befolgt und sind eine Abkürzung über Varese gefahren. Dort ist am letzten Grenzort ein echter Tankstellentourismusort entstanden, weil dort weitaus günstiger als in Italien getankt werden kann. Die Maut bis Malpensa betrug nur 1,10 EUR.

Die Fahrt nach Mailand zieht sich ewig hin!!! Irgendwie hat map24.de wohl nicht daran gedacht, dass im Gotthard-Tunnel nur 80 km/h zugelassen ist und meistens auch nur 100 km/h. Wir kommen mit ca. 90 Minuten über Plan an!!!

Die Fahrt über Malpensa ist eigentlich in der Tat ein Shortcut, wenn man sich die Karte anguckt. Von dort aus geht es über Novara und dank map24.de über eine Brücke, die wohl noch aus der Römerzeit stammt und gerade mal 2,10 m vermutlich breit ist und jede Menge Blut und Wasser beim Schwitzen kostet…

Der Rest ging dann sehr und der Zustand der A26 Richtung Genua ist eigentlich ein Argument für die Einführung von einer Autobahnmaut in Deutschland, wenn dadurch alle Autobahnen mal so gut werden!!! Vielleicht lag es auch nur an dem Feiertag – aber es war fast niemand am späten Nachmittag unterwegs. Sogar die Toiletten an den Autobahnraststätten: Ohne dass ich Sanifair-Ticket für 50 Cent lösen muss, habe ich noch nie so schöne saubere Toiletten an einer Autobahn erlebt. Man merkt schon, dass sich die Einführung der WCs zur Römerzeit während die Germanen noch in die Büsche gingen, sich sehr positiv auf die heutige Toilettenkultur ausgewirkt hat…

Wer von euch im Forum behauptet hat, dass Genua Norditalien ist, und dort anders gefahren wird, dem kann ich nur sagen: Trotz meines Führerscheins aus Berlin, den ich durch dreimal heil-überstandene Umfahrung des Ernst-Reuter-Platzes geschafft habe: ich habe auch hier Blut und Wasser geschwitzt. Schönes Hotel-Leitsystem, wenn man jedem Fahrer noch eine Lupe mitgeben würde, um die Hotelnamen auch lesen zu können, ohne dass man Abbremsen und für ein Hotelchaos sorgen müsste.

Aber endlich angekommen, fanden wir uns für 80 EUR (DZ) in einem sehr guten Hotel mit einem sehr guten Frühstücksbüffet wieder!

Den Abend vor der Kreuzfahrt haben wir wirklich in einem sehr netten Lokal verbracht.

Mehr dazu hier:
Damals wurde es in einem Spin-off für nachfolgende Kreuzfahrer das geschrieben:




Bongiorno schossels!!!

Wie versprochen für deine (und die der anderen) nochmals nachgeguckt in Mailand-Malpensa und in Genua.

In Malpensa kann dir gar nichts passieren – Achtung du stehst sofort nach Verlassen des Zollbereiches/Gepäckausgabe unter Beobachtung von Gepäckdieben!!!

Zunächst einmal findest du diese Säulen um dich zu orientieren:



Du gehst also zum Ausgang 6. Auf dem Weg zum Ausgang 6 findest du bereits den Ticketschalter eines der beiden Unternehmen:



Ich würde ihn an dieser Stelle NOCH NICHT das Ticket lösen.

Wenn du dann diesen Ausgang gefunden hast:



sieht die Situation wie folgt aus:



Links siehst du die Front eines Busses und rechts das Heck des anderen. Beide Busse gehören zu unterschiedlichen Gesellschaften. Wenn du rauskommst wirst du von zwei Seiten angebrüllt, dass du mit dem mitfahren sollst. An dieser Stelle würde ich fragen, was es kostet und wer als erster abfährt. Könnte sogar sein, dass die mit sich noch handeln lassen.

Wenn du dann in Genova P.P. (= Piazza Principe) angekommen bist und du nur soviel Gepäck mithast, dass du alleine es tragen kannst, brauchst du kein Taxi, wenn du wie folgt gehst:

Von der Haupthalle:



Mit dem Fahrstuhl rechts kommst du ins Zwischengeschoss, in dem es zu allen Gleisen geht.

D. h. du wirst vermutlich dich irgendwann an diesem Punkt befinden, wo du normalerweise nach oben zum Hauptausgang orientieren würdest.

Orientiere dich jetzt nach unten Richtung Gleis 1s und 2s im unteren Bahnhof !!!. Dorthin führen ab hier Rolltreppen.



Im unteren Bahnhof angekommen, folge einfach den Schildern zur Metro.



Wenn ihr jetzt diesen Ausgang gefunden habt



und diese eine Treppe (leider kein Fahrstuhl!!!) überwunden habt



dann steht ihr hier:



Zwei Straßen zum Überqueren und ihr steht direkt von der Stazione Marittima!!!

Hinweis falls ihr zurückkommt: So sieht der Eingang zu den Gleisen 1 und 2 von oben aus:



Falls ihr euch aber doch noch wegen der Gepäckmengen entschließen wollt, mit einem (Miet-)Wagen anreisen und parken wollt.

Wenn Ihr an diesen Schildern





vorbeikommt und rechts die Stazione Marittima seht: VORBEIFAHREN und Richtung acquario, die nächste Rampe zum Parkplatz Acquario rechts runter, 180°C rechts drehen, dann nächste links und wieder rechts. Dort geht es direkt auf dem Gepäckabladeplatz vor dem Terminal.

Und falls du in Genua übernachten willst.

Als shiplover hier mit direktem Ausblick vis-à-vis auf die Stazione Marittima:



Und falls du auf dein Budget achten muss: Das Soglia (ehemals Ramada-Hotel) ca. 100 m vom Bahnhof Genova PP ausgesehen, das erste Haus rechts in der Straße mit der Leuchtreklame:



Via Balbi 38.

Wir haben für ein EZ 60,00 EUR und für ein DZ 80,00 EUR bezahlt. Das Hotel hat 4* (italienischer Standard) – es war modern und funktionell eingerichtet. Das international-ausgerichtete Frühstücksbüffet hat alles, was das Herz zu bieten hat – insbesondere eine Bio-Ecke!!!

Für das Valet-Parking haben 19,00 EUR bezahlt – ohne Kratzer und ohne Gepäckverlust (außer mein Stativ fehlt… aber das werde ich wohl eher zu Hause vergessen haben…).

Es wurde noch von anderen Gästen der MSC MUSICA bewohnt. Wir haben unterwegs ein Paar getroffen, dass für 77,00 EUR in eine 0,5*-Kaschemme wohl untergekommen ist.

Und noch ein Restaurant-Tipp:

Trattoria Porto Antico in der Via Gramsci 35b (1. Etage).

Das ist ca. 7-8 Minuten von der Stazione Marittima rechts entlang der Hochstraße an der Kaistraße entlang.

Da würde man vermutlich wegen Unscheinbarkeit nicht reingehen. Oben in der 1. Etage könnte es etwas dunkler sein. Aber die leckerste Pizza mit dem dünnsten Boden, die ich in meinem Leben gegessen habe. Ob wohl der Laden übersetzt antiker Hafen seid, fragt mal bei euren Verkehrsbetrieben nach, ob sie historische Straßenbahn-Postkarten haben. Ich denke, dass ihr dann dort vielleicht umsonst essen dürft… Wir haben Bruschetta (klassich – die leckerste, die ich in meinem Leben gegessen habe), drei diverse hausgemachte Pasta-, zwei Hauptspeisen und eine Pizza bestellt. Inkl. 2 Flaschen Wasser hat er uns für fünf Personen 80,00 EUR abgerechnet und wir haben keinen Bissen mehr an Dessert unterbekommen!!! Die Spaghetti mit Hummer (ganz!!!) waren ein Gedicht!!!

Nun weiss du, wie du zum Terminal kommst und ich wünsche dir eine tolle Reise auf der MSC MUSICA!!!

Gruß HeinBloed
Live von der MSC MUSICA auf dem Weg nach Neapel.
Trudi wollte nach 09.00 Uhr im Terminal sein. Wir haben im MSC-Katalog geguckt: Ankunft um 09.00 Uhr. Am nächsten Morgen wache ich gegen 06.30 Uhr nach einem langen Schlaf auf: Sicherheitshalber gucke ich nochmals auf die Seiten der Port of Genoa-Authorities und stelle fest, dass sie für 07.30 Uhr bereits gemeldet ist. Es wird also eine Express-Dusche und ich komme trotzdem zu spät.

Der 1. Eindruck (leider ohne Stativ) sieht so aus:



Ich weiss schon, warum ich MOBY DICK weder als Buch noch als Film nie mochte und jetzt auch immer noch nicht. Der Film war blöd und auch im richtigen Leben: was macht dieser blöde Pottwal vor MEINER MSC MUSICA???

Nachdem mir ein Wächter erklärt hat, wie ich zum Parkplatz komme, beobachte ich schon, wie man sich hier mit der Positionierung der Busse vorbereitet usw. usw., während die MSC MUSICA im Rückwärtsgang langsam weiter reinkommt.

Nun geht es zunächst zum Frühstück zum Hotel zurück.

Während dessen erkennt man die ersten Mitfahrer an den blauen Gepäckanhängern, die schon langsam zu leben erwachen.

In der Tat: ab 08.30 Uhr kann man sein Gepäck bereits abgeben und bummeln gehen.

Um 09.00 Uhr sind wir wieder im Terminal, aber leider keine Trudi oder e-man. Uns klärt man auf, dass man nach einem Farb- und Zahlenschema rauskommt und meint es kann sich noch etwas hinziehen.

Trudi, wenn ich das nächste Mal am Kerpener Kreuz vorbeikomme, komme ich persönlich vorbei, um mich bei dir zu bedanken!!! Versprochen. Wir haben aber das Valet-Parking für 10.30 Uhr bestellt, so dass wir zum Hotel zum Packen zurück mussten.

Meine Eltern waren zwischenzeitlich bei chinesischen Krämern shoppen: Pyjama für 3 EUR…

Gegen 10.30 Uhr soll ein Check-in-Schalter aufmachen.

Die Fahrt vom Hotel zum Terminal dauert nicht einmal drei Minuten.

Dort nehmen hilfreiche Geister unsere Koffer entgegen und ein dickes Trinkgeld sichert wohl, dass die Koffer ohne Kratzer an Bord ankommen.

Die Größe des Schiffes nehmen wir in Augenschein. Hier sieht man mal, wie groß es ist:





Übrigens, wenn dieses Cruise Terminal sieht, kann man verstehen, warum viele Kreuzfahrer, sich hier in Genua infizieren. Das ist doch ein toller Anblick!!!

Nun lieber Garfield: vielleicht lag es ja auch an deinem Bericht, auf die ich MSC Neapel hingewiesen habe, aber du wirst gleich Tränen in den Augen bekommen:

Um 10.45 Uhr waren bereits alle Schalter geöffnet. Wir bekommen die Einschiffungsnummern 20, 37 und 38.

Nach dem Einchecken, buchen wir direkt die einzigen Ausflüge für Piräus und Tripolis, der uns interessiert. Leider wird die Korinth-Fahrt im Winter nicht angeboten. Schade. Meine Eltern wollen Tripolis nicht mitmachen, weil Ghaddafis Verhältnis zu Taiwan sehr gespalten war und ein Amerikaner hat jetzt erst erfahren, dass er gar nicht von Bord in Tripolis darf!!!

Was ich dann sehr gut finde – die Weinpackages werden hier alle vorgestellt:



und man wird auch erfrischt, während man wartet:



Die Einschiffung beginnt bereits kurz vor 12.00 Uhr, so dass wir danach an Bord sind.

Das Welcome-Team nimmt älteren das Handgepäck ab und bringt es sogar in die Zimmer. Bei uns haben wir sie gebeten uns nur zum Fahrstuhl zu bringen, da wir erstmal eine Tour durch die Zimmer machen wollen. Da meine Schwester dank ihres Upgrades nur zwei Decks darüber wohnt und ein Fahrstuhl wohl defekt ist, beschließen wir die zwei Decks zu Fuß hochzugehen und bei ihr alles abzustellen. Bei ihr kommt jedoch sofort der Stewart herein und entschuldigt sich dafür, dass noch nicht vollständig sauber gemacht wurde und schlägt vor, dass wir essen gehen sollten. Wir stellen fest, dass bloß noch nicht gesaugt wurde. Aber ansonsten macht ihr Upgrade einen netten Eindruck (Thank you Louise for the nice Upgrade):











Von BigL (aus GB) aus cruise-critic weiss ich allerdings, dass er versucht hatte, regulär eine Balkon-Kabine zu buchen und keine bekommen hatte… Wenn der bloß wüsste…

Ich war jetzt darauf vorbereitet, dass ich jetzt mit gebückter Haltung die Kabine betreten müsste und muss aber sagen, dass ich mit meinen 1,71 m es nicht als ungewöhnlich niedrig empfand.

Und alle diejenigen, die Angst haben, dass ihre Kinder über eine Balkonbrüstung fallen könnten: Fangt schon mal mit dem Body-Building-Training an. Die Brüstung ist schon so hoch, dass ihr schon die Kinder ziemlich hoch heben müsst, um sie über die Brüstung zu werfen!!!

Das Türschloss war natürlich auf Deck 8 (wie auch Nachbarn) berichtet haben verzogen. Aber der Trick ist einfach: Türgriff zu sich ziehen und dann drücken. Funktioniert sofort.

Und noch etwas: Die Programmierung der Karte kann sich im Stromschacht nicht verlieren, sonst würde unsere ADAC-Karte kaum Strom in der Kabine liefern.

Unsere Innenkabinen sahen dann so aus:









Wir haben alles, was wir im Kofferraum am Anfang hatten, in sämtlichen Schubladen, Schränken usw. unterbekommen. Unsere Kabine war schon komplett gereinigt. Ein paar Spuren hat lediglich der Teppichboden nach einem halben Jahr abbekommen.

Die Tatsache, dass wir eine 4er-Kabine erhalten haben, wirkt sich nun doch positiv aus: Die Klimaanlage läuft ständig durch und wer keine Zugluft mag, klappt einfach ein Oberbett runter!!!

Lieber Garfield, nun werden wir dir mal zeigen, was du alles beim Willkommensbüffet verpasst hast:

Als erstes hast du es verpasst, dass du deine Hände desinfizieren kannst. Obwohl Spender bereitstehen: Sie sind nicht gefüllt – Im Zeitalter der Norovirus-Diskussion finde ich so etwas sehr bedauerlich!!!



Es gab schöne Sachen aus dem Delikatessenladen:



diverse Pizza-Sorten



Junk-Food



aber auch andere tolle warme Sachen und natürlich zwei Dessertbüffets:



Was toll war: die Riesenteller, damit man nicht mehrmals gehen musste!!!

Mein erster sah so aus:



Nur für das Protokoll: Das Auge hat wieder mehr gegessen, als der Magen. 1/3 ging leider zurück. Beim Minutensteak würde ich sagen: das kann man sich getrost sparen. Ist aber eben ein Minutensteak, wie man es im Sonderangebot in jedem deutschen Supermarkt bekommt und es wird dann genauso!

Und wenn man einen Kaffee wollte - Es gab ein Milkshake dazu:



Seit der Insolvenz der größten italienischen Molkereigruppe, ist wohl Milch rationiert worden. Der persönlich Milkshaker shaked einen Milkshake (tropfenweise) in einen ungenießbaren Kaffee.

Wir werden in Neapel doch lieber erst mal Nescafé besorgen. Warum haben wir bloß unsere Senseo nicht mit an Bord geschleppt. Hier hätten wir noch jede Menge Geld machen, in dem statt einer Garküche eine Starbucks-Filiale an Bord aufgemacht hätten. Für meine nächste MSC-Reise besorge ich mir auf jeden Fall eine Starbucks-Lizenz.

Nach dem Essen war auch schon unser Gepäck vor der Kabine und wenn man mal das Vorsortiersystem sieht:



Das wirkt eigentlich so unitalienisch preußisch…

Was du auch verpasst hast: die chaotischste Rettungsübung in meinem Leben:



Obwohl ich bisher erst zwei mitgemacht habe: Ich fühle mich hierbei nicht sicher und ich allen künftigen Passagieren nur empfehlen, eine Mini-Cruise bei NCL mitzumachen, die es toll gemacht haben:

1. Die Sammelpunkte sind nicht aufteilt und viel zu groß
2. Es wird nicht auf Vollständigkeit der Teilnahme kontrolliert
3. Es wird nicht in Rettungsboote schon gruppenweise aufgeteilt
4. Es ist nicht erkennbar, wer der persönliche Rettungsassistent ist
5. Es interessiert sich niemand dafür, wenn jemand im falschen Bereich sitzt

Leute von MSC – da solltet ihr wirklich mal von NCL lernen, die es super organisiert haben!!!

Aber ansonsten ist das Schiff super – tolle Hardware (bis auf die fehlenden Pissoirs…).

Bei cruiseferry.de gibt es schon so viele tolle Fotos, dass ich auf die allgemeinen Bilder verzichte und hier nur mal ein paar persönliche Impressionen veröffentlichen möchte:

Das fand ich klasse – aber 30 EUR/Tag bzw. 150 EUR/Kreuzfahrt finde ich doch etwas heftig…



Die arme musste als Modell herhalten, um eine Therapie zu erklären…



Das war ein schöner Sternenhimmel und im Gegensatz zum Theater in der NORWEGIAN PEARL: keine hölzerne Rückenlehne im Meniskus und tolle Zugänge von allen Seiten und vor allem genügend Beinfreiheit!!!



Was ich sehr toll fand, nach der NCL-Reception: Die MSC-Reception ist genau das Gegenteil. Hier wird man sehr freundlich bedient. Irma haben wir den Wunsch vorgetragen, dass wir uns für ein Upgrade interessieren. Sie hat uns erklärt, dass leider das Schiff ausgebucht ist, und wir evtl. nach Piräus es erfahren. Hintergrund: In Neapel steigen noch Italiener zu. Und falls sie ihr Schiff verpasst haben, dann eben erst in Piräus. Sie leiht uns ohne 12,00 EUR Gebühren für jeden von uns beiden ein eigenes LAN-Kabel für die Kabine aus. Nur dass man eine Dose hat, die sich über der Minibar versteckt… Es soll erst fünf Stunden nach der Abfahrt funktionieren. Es waren aber bloß zwei Stunden. Sie sorgt dafür, dass wir das Tagesprogramm in Deutsch bekommen. Auf jeden Fall: so hatte ich es mir auf der NORWEGIAN PEARL eigentlich auch vorgestellt. Sie sucht mir die Kabinennummern von wnacken und BigL heraus, damit ich sie kontaktieren kann. Und später begegnen wir uns nach dem Feierabend, während sie mit einer Kollegin durch das Schiff läuft und wir wechseln ein paar Worte. Es stellt sich heraus: sie ist Chef Hostess! Ihre Kollegin weist sie an: das sind so nette Gäste, wenn die was wollen, helft denen weiter.

Aber wer DSL gewohnt ist, wird hier schwer enttäuscht sein. Das kostet und ist langsam…

Wir haben auch „Alice im Wunderland“ und „Aloha“ als alkoholfreie Cocktails hinter uns. Du siehst, lieber Uwe, schon zwei, da wir eine Karte für 5 alkoholfreie Getränke und fünf alkoholfreie Cocktails haben. Und das wird munter weitergehen. Schade, dass es hier keine reinen Mineralwasser- oder Sodapakete gibt!!!

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil: das Essen!

Wie bereits geschrieben. Dank Trudi haben wir einen schönen Tisch bekommen: Das Restaurant sieht so aus:



Was ich sehr gut fand: die Servicestationen, so dass man als Gast nicht alles sieht:



Das ist übrigens Viarel, unser rumänischer Kellner – er erklärt am 1. Abend lieber ein bisschen mehr, damit man sich hinterher nicht wundert, wenn der Espresso kalt ist oder warum man gehetzt wird, wenn man erst 5 Minuten vor Schließung des Restaurants ankommt.

Yasa ist unser indonesischer Hilfskeller, der jede Flasche San Pellegrino bei dem deutschen Nachbartisch so serviert, als ob es eine Flasche Rothschild wäre.

Aus Spargründen gibt es nur halbe Stangen Crossinis!!! Ein paar Tische bleiben unbesetzt und ungedeckt. Eine deutsche Dame, die alle drei Minuten ihr Essen unterbricht, um herauszufinden, ob die ungedeckten Tische nicht besser sind, will wissen, ob sie nicht leiser nicht, als ihrer und bringt eine entsprechende Unruhe rein.

Sicherlich hätte es vielleicht auch schönere Tische gegeben. Aber ich denke schon, dass man uns um unseren Fenstertisch beneidet und da man aus einem 6-er einen 5-er gemacht statt, statt aus einem 4-er einen 5-er, können wir eigentlich mehr als zufrieden sein. Wenn ich den Maitre sehe, werde ich mich bestimmt bei ihm dafür erkenntlich zeigen.

Kommen wir mal zum Essen – Thema Venetien:

1. Gang Vorspeise

Option 1: Geröstete Brotschnitte mit Stockfischmus (Spezialität aus Vincenza)



Sieht aus weißer Labskaus und schmeckt aber sehr lecker. Etwas Stärke und Mehl und man hätte tolle Fischklößchen daraus machen können.

Und wie man sieht, sogar mit Garnitur.

Option 2: Speckrosen mit Artischocken und kalt-gepresstem Olivenöl



Muss wohl auch sehr gut gewesen sein.

Option 3: Melonencocktail mit Portwein
hatten wir nicht am Tisch

2. Salat des Tages

Salatteller mit Eisbergsalat, roten Beeten und knusprigen Speck, Apfelessigsauce



Das war schade, dass sie den Salat nicht einen Tick länger geschleudert haben und ihn als Beilagensalat, wie für deutsche üblich (= more continental, wie mir so schön die Rechtsabteilung von MSC Neapel schrieb) serviert haben.

3. Suppen

Option 1: Nudelsuppe mit Bohnen nach venezianischer Art
hatten wir nicht am Tisch.

Option 2: Hühnerbrühe mit feinen Suppennudeln



Zum ersten bekommen wir doch live mit, was mit lieblos gemeint ist. Die Nudel außen erinnert doch sehr an Loriot. Ich denke mal auch, dass im Sommer ein paar Hühner mehr in der Brühe schwimmen, wenn das Budget auch höher ist. Mit Salz und Pfeffer war es aber o.k. und für unsere Erkältung, die wir loswerden wollten, genau das richtige!!!

4. Pasta und Risottogerichte

Option 1: „Casarecce“ mit Lammsoße
hatten wir nicht am Tisch.

Option 2: Risotto mit Radicchio aus Chioggia



Es schmeckt so, wie es aussieht (schon wieder Labskaus…). Ich hatte es lediglich probiert, weil ich auf den Gang verzichtet hatte. Mehr möchte ich dazu auch nicht kommentieren. Liegt aber daran, dass man als Chinese wohl den Reis nicht al dente mag…

5. Hauptgerichte

Alle Hauptgerichte haben die gleiche Beilage:

Neue Kartoffeln mit Rosmarin (lecker)
Butterbohnen (waren wohl ausgegangen…)
Vichy-Karotten (sehr lecker…)

Option 1: Lachsstücke vom Grill mit „Pernod“ Sauce und frittiertem Fenchel



Da mache ich es kurz und schmerzlos: Guckt mal bei http://www.wernerkrause.de/musica:

Meine Frau hatte wie immer Fisch, hatte Gräten und war wunderbar!

Option 2: Schweinskarrée aus dem Ofen mit Speck umhüllt und Weißweinsauce serviert.



Ein bisschen mehr Mühe bei der Garnierung und das Wegschneiden von Fett und Knorpel und man hätte nicht so gedacht, dass man in einem Oktoberfestzelt gewesen wäre. Auch wenn es nicht mittags so was schon am Willkommensbüffet gegeben hätte, wäre es vorteilhafter gewesen, um den Eindruck zu vermeiden, dass es sich hierbei um eine Restverwertung handelt. Es war aber trotzdem sehr lecker. Nur das Auge ist bekanntlich mit…

Option 3: Leber nach venezianischer Art Kalbsleberstreifen mit Zwiebeln und frischer Polenta

Option 4: Gemüsepuffer mit milder Paprikasauce

Daueroption 5: Spaghetti mit Hackfleisch- oder Tomatensauce
Daueroption 6: Vom Grill: Hühnerbrust, Rindersteak, Lachsfilet mit Pommes Frites und Tagesgemüse.

Viarel hat extra darauf hingewiesen, wem es nicht schmeckt, soll es sofort sagen. Er bringt einem sofort eine Alternative! Und wer lieber Pommes Frites möchte, kann es auch sofort sagen.

Die Dessertkarte kommt dann für Gang 6 separat.

Wir hatten am Tisch:

Die frischen Früchte:



und das Parfait:



Hier ist wohl ein Unfall passiert. Das Parfait war leider nicht mehr eiskalt gefroren. Dadurch hatte es eine komische Konsistenz. Ich denke durch den Auftauprozess, schmeckte das ganze auch eher wie RAMA CREMEFINE statt wie Schlagsahne. Ich habe meines auch nicht aufgegessen, weil es mir zuviel war und ich auch ein wenig bedenken wegen Salmonellen bei so was habe, wenn es nicht gefroren kommt. Obwohl die Teller selbst waren eiskalt. Vielleicht musste es ja so sein. Und hier: auch wieder dekoriert. Ob es also dekoriert wird, hängt wohl vom einzelnen Koch ab. Vorspeise und Dessert waren ja dekoriert. Der Salat war auch hübsch anzusehen. Ein wenig Petersilie hätte den anderen Gängen gut getan!!!

Ich habe nicht alle sechs Gänge genommen. Man wäre geplatzt. Trotz der fünf Gänge endete es so:



HeinBloed streckt alle vier von sich und muss einen Verdauungsschlaf machen.

Und bevor einer sich wegen des Essens nicht an Bord traut: ich bin mir sicher: auch wenn es nicht immer den Geschmack des Gaumens oder des Auges trifft – ihr endet genauso.

Um 20.15 Uhr sollte die 2. Tischzeit beginnen. Seit 19.30 Uhr stehen die ersten vor dem Restaurant und mosern herum, warum wir noch drin sitzen würden. Da kann auch gut verstehen, warum NCL mit seinem FREESTYLE CRUISING auch erfolgreich ist. Dort gibt es die Meckerei nicht.

Die Alternativrestaurants haben wir noch nicht besucht. Im Il Giardino kostet ein Gedeck 18,00 EUR. Die anderen beiden arbeiten à la carte! Im Sushi-Restaurant habe ich mir eine Speisekarte besorgt. Es gibt gute Combos, die günstiger sind, als in Frankfurt am Main. Andere haben es getestet. Kurz vor Mitternacht waren noch Tische besetzt. Erst gegen 00.30 Uhr wurde es geschlossen, als der letzte Gast gegangen ist.



Für Raoul gibt natürlich wieder einen Schornstein:



und allen anderen wünsche ich uns und euch



Bis später!

Im Moment unterwegs auf einem tollen Schiff mit tollem Service in einer tollen Kabine!!! Vielleicht wird das Essen auch noch bis zum Schluss der Reise ganz toll.

HeinBloed

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